Die Regenbogenbrücke wartet

Die Regenbogenbrücke wartet

An den Tod des eigenen Hundes zu denken, schieben viele Halter von sich weg.

Allein die Vorstellung, eine plötzliche Leere zu verspüren und ein geliebtes Familienmitglied zu verlieren, ist schmerzhaft. Aber früher oder später wird sich jeder Hundehalter vom geliebten Hund verabschieden müssen. Und so wie jeder Abschied, fällt auch der Tod vom besten Freund des Menschen für alle Beteiligten besonders schwer.

Viele Hundeeltern möchten ein langes Leben mit dem Hund führen und wollen, dass der Hund im liebevollen Zuhause friedlich stirbt. In der Realität ist das aber leider nur selten der Fall. Wenn es dem geliebten Hund nicht gut geht, macht er sich meistens bemerkbar. Falls er sich anders verhält als gewöhnlich und schwer krank ist, sollte er von seinen Schmerzen erlöst werden.

Wenn die Zeit gekommen ist

Unter Sterben versteht man das langsame Versagen der Organe, wobei die Funktionen mit der Zeit immer mehr nachlassen und letztendlich komplett ausfallen. So werden Herz- und Atemfunktionen, Hirnströme sowie der Stoffwechsel langsam beeinträchtigt und erliegen während der Sterbephase. Daher lässt es sich nicht pauschal sagen, wie lange diese Phase geht. Es ist sowohl für den Hundehalter als auch für den Hund eine schwierige Zeit, die Wochen bis Monate anhalten kann.

Wann muss ich meinen Hund gehen lassen?

Wenn dein Hund stirbt, kannst du es anhand verschiedener Anzeichen merken, selbst wenn dein Hund schon seit einiger Zeit alt und träge ist. Es gibt Vorzeichen, die sich deutlich unterscheiden - sie sind nicht zu übersehen. 

Möglich ist, dass dein Hund folgende Symptome temporär aufweist, wenn es ihm mal nicht gut geht. Du solltest daher nicht gleich in Panik geraten!

alter Hund

alter Hund

Bemerkst du diese Symptome, lasse deinen Hund bitte von einem Tierarzt untersuchen.

  • Dein Hund hat Schmerzen beim Ruhen.
  • Die Futter- und Wasseraufnahme wird verweigert.
  • Dein Hund verliert stark an Gewicht und bekommt ein eingefallenes Gesicht.
  • Er ist lustlos und schlapp. Es kann auch sein, dass er sich kaum mehr bewegt.
  • Dein Hund verhält sich ängstlich oder verwirrt.

Kann ich warten, bis mein Hund von alleine stirbt?

Gewiss wünscht sich jeder für sein Hund, dass er am Ende einfach friedlich einschläft. Diese Art zu sterben ist vermutlich der schönste und mitunter angenehmste Tod für alle Beteiligten. In der Realität geschieht das aber eher selten, denn häufig ist das Tier krank und leidet an starken Schmerzen.

Die Entscheidung wie das Hundeleben endet, liegt damit in deinen Händen und egal, wie schwer die Entscheidung ist, du solltest dich nicht davor drücken!

Wenn die Zeit für deinen Hund gekommen ist, sei es durch Alter oder Krankheit, kannst du für ihn da sein. Der Sterbeprozess kann unnötig qualvoll sein, wenn du beispielsweise benötigte Herztabletten weglässt oder er verhungert, weil er nicht mehr fressen kann. Dein Tierarzt hilft dir dabei, die Symptome zu erkennen, damit dein Hund nicht unnötig leiden muss. Du kennst deinen Hund am besten und merkst selbst, wenn etwas nicht mehr so ist wie früher. Dein Tierarzt wird dir nur zu einer Euthanasie (Einschläferung) raten, wenn es wirklich nicht mehr vermeidbar ist und dem Hund mit jedem weiteren Tag mehr Leid zugefügt werden würde.

Hund Zuhause

Hund Zuhause

Sterbebegleitung im liebevollen Zuhause

Für einen ruhigen Abschied von Mensch und Hund ist die Umgebung besonders wichtig. Ist die Entscheidung getroffen, hast du die Option der Euthanasie in der Tierarztpraxis oder bei dir zuhause.

Damit deinem Hund der Transport Stress und das trubelige Wartezimmer erspart bleibt, bieten viele Tierarztpraxen oder mobile Tierärzte die Euthanasie im Hausbesuch an. Liebevoll stehen die Tierärzte an deiner Seite und begleiten dich in diesen schweren Stunden. So hast du genug Zeit und Ruhe, um dich von deinem Hund zu verabschieden und ihn auf seiner Lieblingsdecke über Regenbogenbrücke zu begleiten.

Eine Sterbebegleitung in heimischer, vertrauter Umgebung gibt dir und deinem Hund Raum und Privatsphäre für den Abschied, die Trauer und Tränen.

Wie läuft eine Sterbebegleitung zu Hause ab?

Wenn du einen Termin für die Euthanasie vereinbart hast, ist es ratsam dir den Tag frei zu nehmen. So kannst du dich in Ruhe und ohne Zeitstress von deinem Liebling verabschieden und hast den Tag über Zeit zu trauern, was den Verlust leichter machen könnte.

Damit alles problemlos und ruhig verläuft, sollte der Prozess an einem ruhigen Ort durchgeführt werden, an dem dein Hund sich wohlfühlt. Du kannst deinen Hund auf deinen Schoß nehmen oder ihn auf sein Hundebett legen.

Für einen möglichst friedlichen und schmerzfreien Abschied bekommt dein Hund nur Narkosemittel, die das tierschutzgerechte Einschlafen fördern. Selbstverständlich achtet der Tierarzt darauf, dass dein Hund möglichst ohne Leiden über die Regenbogenbrücke gehen kann. In der Regel dauert die Euthanasie selbst ca. 15 - 30 Minuten.

Während des Prozesses kannst du deinen Hund umarmen und mit ihm ein letztes Mal sprechen. So kannst du ihn beruhigen und an die schönen gemeinsamen Tage zurückdenken.

Nachdem der Hund friedlich eingeschlafen ist, kannst du dich von ihm verabschieden und zum Trost eine Kerze anzünden. Auch wenn es schwerfällt, musst du deinen Hund loslassen und dich um die Bestattung kümmern.

Was mache ich nach dem Tod meines Hundes?

Auch wenn der Abschied immer eine traurige Angelegenheit ist, an die man nicht denken möchte, solltest du dir vor der Euthanasie Gedanken darüber machen, was mit dem Tierkörper passieren soll und wie dieser beseitigt wird. Das macht es im Nachhinein dann einfacher.

Wenn dein Hund natürlich gestorben ist, ist die Trauer zunächst groß. Bald stellt man sich jedoch die Frage: Was tun mit dem Leichnam?

Abschied vom Hund

Abschied vom Hund

Meistens bieten Tierärzte an, sich um das tote Tier zu kümmern.

Frag deinen Tierarzt um Rat, damit dein Tier in Frieden ruhen kann.

Für den Körper gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Hund im Garten begraben
Viele Tierbesitzer wollen ihr geliebtes Tier nach dem Tod in der Nähe haben und begraben es deshalb im eigenen Garten. Sofern dein Hund einem natürlichen Tod gestorben ist und keine meldepflichtige Krankheit hatte, ist das möglich. Hierbei musst du auf einiges achten wie z.B., dass das Grab nicht in der Nähe von öffentlichen Wegen liegt. Ebenso sollte das Tier bei einer Mindesttiefe von ca. 50 cm begraben werden, damit andere Tiere nicht am Grab herum graben können. Kontaktiere hierfür dein zuständiges Veterinäramt, damit keine Probleme entstehen.

Hund bestatten lassen
Selbstverständlich kannst du deinen Hund auf dem Tierfriedhof begraben lassen. Du hast aber auch die Wahl, es in einem Tierkrematorium einäschern lassen, um es danach in einer Urne mit nach Hause zu nehmen.

Tierkörperbeseitigung
Die kommunale Tierkörperbeseitigung ist zwar nicht die schönste Wahl, dafür aber legal und kostengünstig.

Hinweis:

Wir danken der mobilen Tierarztpraxis felmo für ihren Gastartikel.

Die Informationen des Gastbeitrags wurden sorgfältig von felmo zusammengestellt. Rat-Hund-Tat kann dennoch keine Garantie für die Richtigkeit übernehmen.

Wir weisen darauf hin, dass die von uns verlinkte Seite einen Shop beinhalten, Rat-Hund-Tat aber nicht von getätigten Einkäufen profitiert. Gerne geben wir an dieser Stelle eine Leseempfehlung für den felmo Ratgeber.

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