Trächtigkeit und Geburt

Trächtigkeit und Geburt

Auch wenn die Hündin bei der Paarung nicht erfolgreich befruchtet wurde, befindet sie sich ebenfalls in der Phase der Trächtigkeit- einer sogenannten Scheinträchtigkeit.

Die Anzeichen einer Trächtigkeit können relativ unterschiedlich sein:  Appetit- und Gewichtszunahme, aber auch Appetitmangel, Brechreiz oder ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Speziell im ersten Monat ist die Trächtigkeit durch einen Laien nur schwer erkennbar, da sich die Hündin in dieser Zeitspanne äußerlich kaum verändert.

Die Dauer der Trächtigkeit beträgt in etwa 2 Monate.  Bei einem größeren Wurf verkürzt sich diese Zeit gelegentlich um wenige Tage, bei einem kleinen Wurf dagegen kann es ein paar Tage länger dauern.

Kurz vor der Geburt verändern sich die Verhaltensweisen der Mutter deutlich. Sie wird ruhiger und zeigt nur noch geringes Interesse am Spielen, außerdem frisst sie in den letzten 24 Stunden vor der Geburt entweder gar nicht mehr oder aber besonders viel.

Während des gesamten Geburtsvorgangs liegt die Hündin meist seitlich, nur wenige Hündinnen gebären bevorzugt im Stehen. Kurz vor den ersten Wehen platzt die erste Fruchtwasserhülle, dann werden die Wehen immer stärker und rhythmischer. Nun wird in den nächsten zwei Stunden der erste Welpe  geboren. Um Kopf und Schultern des Welpen auszutreiben, sind starke Presswehen von Nöten.

Jeder Welpe wird in einer Fruchthülle geboren, die von der Hündin abgeleckt wird. Danach leckt sie den Welpen trocken, um eine Unterkühlung zu vermeiden. Außerdem fördert diese „Massage“ die beginnende Atmung des Welpen.Die Plazenta, die nach jedem Hund abgestoßen wird, wird in der Regel von der Hündin gefressen.
Nun kommt es bei jedem weiteren Welpen zu einem halbstündigen Verlauf von Wehen und Geburt. Erst nachdem alle Welpen geboren wurden und gesäubert wurden, werden diese von der Mutter gesäugt.

Die nächsten 24 Stunden verweilt die Mutter fast ständig bei ihren Neugeborenen.

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