Gewichtsreduktion

Gewichtsreduktion

Die Schwierigkeit der Gewichtsreduzierung liegt in der Gewöhnung des Stoffwechsels an Futter.

Wurde bereits im Welpenalter stetig zu viel gefüttert, ist der Hund zu schnell gewachsen oder hatte der Hund grundsätzlich immer Futter zur freien Verfügung, ist der Organismus »programmiert«. Überschüssige Kalorien werden direkt eingelagert - quasi für schlechte Zeiten.

Um das Gewicht des Hundes zukünftig in den Idealzustand zu bringen und zu halten, ist auf die Verwertbarkeit der Nahrung, die Portionsgröße und quantitative Bewegung zu achten.

Kohlenhydratreiches Futter liefert kurzfristig Energie. Wird diese Energie nicht benötigt, lagert der Hund die Nahrung als Reserve im Fettgewebe ein. Hochwertige Fette sind die langzeitigen Energielieferanten. Sie können jedoch nur verdaut und verwertet werden, wenn nur ein geringer Kohlenhydratanteil gleichzeitig gefüttert wird. Denn Kohlenhydrate bremsen die Verbrennung von Fetten. Für die Gewichtsreduktion ist demnach die Qualität der zugeführten Kalorien von Bedeutung.

Es ist also ein Trugschluss zu glauben, dass ein Hund seine überschüssigen Pfunde bei fettreduziertem Futter, dessen Reis und Getreideanteil überwiegt, verliert. Erst umgekehrt wird eine Diät Erfolg versprechen.

Um bei einer Schlankheitskur den Stoffwechsel nicht auszubremsen, muss der Leistungsanspruch des Hundes gesteigert werden. Übergewichtige Hunde bewegen sich ungerne, erst recht bei Gelenkproblemen und Atemnot.

Durch Schwimmen, Suchaufgaben und andere geistige Beschäftigung verbraucht der Hund mehr Energie, als bei den üblichen Spaziergängen.

Werden die Suchaufgaben zudem noch mit seiner Tagesration Futter verbunden, empfindet der Hund eine deutlichere Befriedigung dadurch. Am Ende einer solchen Übung sollte immer die komplette Futterportion stehen, selbst wenn der Hund es nicht schafft, sich jeden Brocken zu erarbeiten.

Doch selbst nach einer anstrengenden Beschäftigung in Verbindung mit dem Nahrungserwerb wird der Hund auf seine gefüllte Futterschüssel warten, wenn er es so gewohnt ist. Hier muss der Mensch lernen, sich selbst zu disziplinieren. Die Augen eines Hundes können herzzerreißend traurig schauen, und das über Stunden. Doch Hunde können immer fressen und wissen um ihre Manipulationskünste.

Möchte sich der Hundebesitzer dem »leidenden Anblick« entziehen, kann er seinem Hund einen hochwertigen Kauartikel anbieten. Trockenfleisch, Rinderohren, Kopfhautstangen oder -platten, an denen der Hund länger als 30 Minuten kaut, ist anstrengend, sättigt und macht ihn müde.

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