Hunde schwitzen nicht, sie sterben!

Hunde schwitzen nicht, sie sterben!

Hunde schwitzen durch das Hecheln über die Zunge. Damit regulieren sie ihre Temperatur ihres Körpers und kühlen sich ab. 

Im Sommer, bei hohen Temperaturen, steigt die Temperatur im Innenraum eines Autos schnell auf über 25 Grad. Eine Temperatur, bei der die meisten Menschen bereits zu schwitzen beginnen. Eine temperaturregulierende Funktion des menschlichen Körpers, die das Blut in den Gefäßen kühlt. 

Hunde schwitzen anders als Menschen. Hunde regulieren ihre Körpertemperatur durch Hecheln. Dabei strömt die warme Luft aus der Mundhöhle. Auf der Zunge verdunstet der Speichel, so dass sie kühle Luft einatmen können. »Je schneller der Hund hechelt, umso mehr wird sein Körpersystem gekühlt«, erklärt Tierärztin Astrid Behr aus Frankfurt am Main. Dabei kann sich die Atmung auf ein Zehnfaches beschleunigen, was den Hund zusätzlich enorm anstrengt.

Kühlung erreicht der Hund aber nur, wenn seine Umgebung niedrigere Temperaturen misst als die seines Körpers. Der Innenraum eines Autos heizt sich enorm auf, auch wenn das Auto im Schatten geparkt wird. Selbst geöffnete Fenster reichen für kühle Frischluft nicht aus. 

Für Hunde kann der Aufenthalt im Auto, bei sommerlichen Temperaturen, schnell zur tödlichen Falle werden.

Zudem ist es eine Straftat, seinen Hund bei hohen Temperaturen im Auto warten zu lassen. Passanten und Polizei haben das Recht, ein Auto aufzubrechen, um einen Hund zu retten, sollte er bereits Anzeichen eines Hitzeschlags zeigen.

Dickfellige Hunde leiden in heißen Sommern mehr als nur behaarte Hunde ohne Unterwolle. Die Unterwolle schützt den Hund vor der UV Strahlung der Sonne und sollte deshalb nur professionell ausgedünnt werden. Doch der Aufenthalt in direkter Sonne selbst im Garten kann bei beiden Hundetypen schon eine Überhitzung verursachen. Im Auto ist es um ein Vielfaches gefährlicher.

Hunde können an der Überhitzung sterben.

Keinesfalls sollten Hunde nass im Auto verweilen. Der Innenraum des Autos entwickelt sich durch die Verdunstung des Wassers zu einer Sauna. Erste Anzeichen für die Überhitzung eines nassen Hundes ist der typische Geruch, der aus nassem Fell strömt. Er stammt von den sich vermehrenden Bakterien im Fell.

Durch eine professionelle Fellpflege, erfrischende Bäder, den Aufenthalt an einem schattigen Platz, viel frisches Trinkwasser, Bewegung und Beschäftigung nur in den kühlen Morgen- oder Abendstunden, schaffen die Hundebesitzer Erleichterung für ihren Hund.

Der Aufenthalt in einem Auto, wenn auch nur kurz, sollte im Sommer, bei hohen Temperaturen, gänzlich vermieden werden. Es sei denn, das Auto ist klimatisiert.

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