Verbände anlegen

Verbände anlegen

Das Anlegen von Verbänden kann aus unterschiedlichen Gründen und in unterschiedlichen Körperregionen erforderlich werden und sollte im Zweifelsfall vorzugsweise einer Fachkraft überlassen werden.

Allerdings ist es durchaus sinnvoll im Notfall oder bei leichten Verletzungen selbst in der Lage zu sein Hand anzulegen.

Grundsätzlich gilt es offene Verletzungen zuerst zu reinigen, zu desinfizieren und diese dann mit einer fusselfreien, sterilen Wundabdeckung wie Wundgaze abzudecken.

Danach folgt die Polsterung mit Watte oder einem ähnlich weichen Material. Es folgt die Umwicklung der Wunde mit einer Mullbinde um das Körperteil, die dann mit Pflasterklebestreifen oder selbsthaftenden Binden endgültig fixiert wird. Der Verband darf nicht zu eng anliegen.
Je nach Art und Lage der Verletzung, müssen bestimmte Punkte besonders beachtet werden.

Bei Pfotenverbänden zum Beispiel, müssen die Zehenzwischenräume gut gepolstert werden.

Bei der provisorischen Schienung von Knochenbrüchen, unterhalb des Ellbogens bzw. des Knies, folgt nach der Polsterung eine provisorische Schiene, die ein weiteres Verschieben der Knochen verhindern soll und die angrenzenden Gelenke deshalb umfassen muss.
Beim Druckverband im Falle starker Blutungen, ist eine extra Polsterung erforderlich, um die Gefäße gewissermaßen zuzupressen und die Blutung so zu stillen.

Um Ihrem Hund im Notfall optimale Versorgung zu gewährleisten, besuchen Sie einen Erste-Hilfe-Kurs oder lassen sich das Anlegen eines Verbandes von einer Fachkraft erklären.

 

Bei Unfällen, in denen Sie ihrem Hund selbst nicht helfen können, steht Ihnen möglicherweise die Bundesweite Leitstelle für Tierrettung hilfreich zur Seiten.

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