Pfoten und Krallen

Pfoten und Krallen

Bei der Pfotenpflege spielen die Zehenzwischenräume und die Ballen eine wichtige Rolle.

In den Zehenzwischenräumen können sich Parasiten festsetzen, die einen extremen Juckreiz auslösen. Neigt die Rasse zu starkem Haarwuchs zwischen den Zehen, sind die Haare zu kürzen, da sich hier leicht Schmutz ansammeln kann. Außerdem könnten diese Haare eventuell verfilzen und im Winter, durch Schnee und Streusalz, bilden sich Eisklümpchen darin.

An Ballen können Risse oder Verletzungen häufig auftreten.

Gefährlich für Hundepfoten sind besonders Dornen, Scherben und Metall. Aber auch heißer Asphalt im Sommer sowie Streusalz und Splitt im Winter, können sehr schmerzhaft für empfindliche Hundepfoten sein. Fetten Sie deshalb die Ballen des Hundes vor dem Winterspaziergang gut ein. Auch spezielle Hundesocken können zum Schutz der Ballen beitragen. Nach dem Spaziergang sollten die Pfoten mit lauwarmem Wasser abgewaschen und getrocknet werden.

Neben den Ballen müssen auch die Krallen gepflegt werden.

Ein Hund verfügt normalerweise über vier Krallen pro Pfote. Die fünfte Kralle an den Vorderpfoten ist die Daumenkralle, an den Hinterpfoten die sogenannte Wolfskralle. Sowohl die Daumen- als auch die Wolfskralle berühren den Boden nicht. Die Wolfskralle sollte im Welpenalter entfernt werden, da sie dann noch nicht verknorpelt ist und vom Hund aber nicht gebraucht wird.
Die Krallen des Hundes dürfen nicht zu lang werden, um Krümmungen, Beschwerden und Missbildungen zu vermeiden. Zu lange Krallen sind an kratzenden Geräuschen, die sie auf dem Boden verursachen, erkennbar. Als Faustregel kann gesagt werden, dass die Krallen kurz genug sind, wenn der Mensch beim stehenden Hund seinen Fingernagel zwischen Kralle und Boden schieben kann.

Wie häufig dies der Fall ist, hängt von der Rasse des Hundes ab und von der Beschaffenheit des Bodens, auf dem er sich häufig bewegt.

Gekürzt wird mit einer speziellen Krallenzange.

Bei den speziellen Karallenzangen sind Abstandshalter montiert, die ein zu tief schneiden eigentlich verhindern sollen. Dennoch kann es passieren, dass man das "Leben" (Blutgefäß und Nerv) der Kralle erwischt. Geschnitten wird nur die vordere, verhornte und gefühllose Spitze. Die Daumenkralle sollte nicht vergessen werden.

Bei weißen Krallen schimmert das Leben durch die Hornschicht, bei schwarzen Krallen ist es nicht zu sehen. Lassen Sie die Krallen von einer Fachkraft schneiden, sofern Sie unsicher sind. Sie kann ihnen auch zeigen, wie Sie es später selbst tun können.

Ein Schnitt in das Leben der Kralle blutet und schmerzt den Hund hörbar.

Die Blutung kann mit einem Wundpuder aus aktivem Vulkangestein zügig gestillt werden, aber den Schnitt in den Nerv verzeiht der Hund ihnen vermutlich nicht so schnell. Doch keine Sorge, sollten es Ihnen einmal passieren. Das Leben zieht sich nach wenigen Tagen zurück in die Kralle. Die Kralle verhornt, wodurch sie wieder gefühllos ist.

Üben Sie das Schneiden der Krallen bereits im Welpenalter, denn einem erwachsenen Hund zum Stillhalten zu bewegen ist deutlich schwieriger. 

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