140 Huskys und ein Wolfsrudel

140 Huskys und ein Wolfsrudel
30. Januar 2015

Den Traum vieler Naturliebhaber und Hundebesitzer erfüllte sich das Ehepaar Schleifenbaum. Sie bauten sich ein neues Leben in Kanada auf.

Peter Schleifenbaum erbte mit gerade einmal acht Jahren ein Waldgebiet von 40.000 Hektar im kanadischen Ontario. Damit besitzt er eines der größten privaten Waldgebiete in Nordamerika. Grund genug, um Forstwirtschaft zu studieren und darin zu promovieren.

Seit 1988 lebt er mit seiner Frau Elke und seinen Kindern in Ontario. In den vergangenen Jahren verwandelte das Ehepaar den unüberschaubaren Wald in ein Paradies für Naturliebhaber, die ihren Urlaub aktiv und frei vom Großstadtstress erleben möchten. Im Vordergrund ihres Engagements steht die Nachhaltigkeit der Natur. Sie betreiben einen, wie sie sagen, sanften Ökotourismus in ihrem »Haliburton Forest und Wild Life Reserve«.

Familien mit Kindern, Schülerreisen, Camper, Rucksacktouristen und überlastete Manager finden hier Ruhe, Erholung, Entspannung und – Wissensvermittlung. In der Wald- und Seenlandschaft leben Stachelschweine, Biber, Füchse, Marder, Falken, Elche, Bären und ein Wolfsrudel. Das allerdings zeigt sich verständlicherweise nur selten, sagt der Mitarbeiter Guide Cameron Ferguson.

Für das Erlebnis der besonderen Art wird Schnee gebraucht. Elke Schleifenbaum ist nämlich Besitzerin von über 140 Huskys. In den Wintermonaten bietet sie Hundeschlittenfahrten an. Eigens dafür entwickelte sie Schlitten, auf denen zwei Personen fahren können. Die Schlitten sind nicht leicht zu bedienen und Sicherheit wird hier großgeschrieben.

»Allzeit bremsbereit sein ist das Allerwichtigste!«, sagt Elke. Sie weiß genau, welcher Hund wo im Gespann stehen muss, um eine zwar anstrengende, jedoch atemberaubende Fahrt, wohlbehalten zu überstehen. Knapp drei Stunden dauert eine Tour. In den Fahrpausen wärmen sich die Reisenden an Bechern mit heißer Schokolade, während die Huskyrüden Kellogs, Kodiak, Hamlock, Jinx, Igor und Ice sich im Schnee wälzen.

Nach der Tour dürfen die »Jungs« zurück zu ihren Kumpelrüden. Allen Hunden geht es hier ausgesprochen gut. Sie haben ein weitläufiges Gelände zur Verfügung. Jeder Hund hat seine Box. Die Hundedamen leben in einem separaten Gehege, in dem jedes Mädel eine eigene Unterkunft beziehen kann. Selbst die »Rentner« dürfen ihren Lebensabend im Reserve verbringen. Doch gelegentlich werden Seniorenhunde auch in gute Hände vermittelt.

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