Amtsgericht verurteilt Hündin und Frauchen

Amtsgericht verurteilt Hündin und Frauchen
25. April 2017

Frauchen und Hündin Leyla standen wegen fahrlässiger Körperverletzung vor dem Amtsgericht Hamburg-Mitte.

Labradormischlingshündin »Leyla« war zu ihrer Tatzeit im September 2016 gerade einmal ein Jahr alt. Offensichtlich war die Erziehung der Hündin zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefestigt. Auf dem Weg zur Gassi-Runde, die Hundehalterin stand mit Leyla noch im Treppenhaus, riss sich die Hündin los und stürmte bellend aus dem Haus.

Just in diesem Moment schoben eine Neunjährige und ihre Mutter, Eis essend, ihre Fahrräder an der Haustür des Mehrfamilienhauses vorbei.

Leyla packte sofort bei der Neunjährigen zu und biss ihr in den Oberschenkel und das Gesäß.

Bei dem Versuch, ihre Tochter zu schützen, schnappte die Hündin Richtung Hand der Mutter. Sie schirmte ihre Tochter mit einem Fahrrad vor dem Hundeangriff ab, als die Hundehalterin vor dem Haus auftauchte. Das Mädchen weinte und beklagte, der Hund habe sie gebissen.

Die Leylas Frauchen wies den Vorwurf der Tochter zurück: »Nein, der Hund hat nicht gebissen. Unser Hund beißt nicht. Der Hund ist doch freundlich. Der macht nichts.«

Das Mädchen war geschockt und lief einige Meter voraus, die Mutter hinterher. Als sie ihre Tochter eingeholt und beruhigt hatte, war die Hundehalterin verschwunden. Sie brachte ihre Tochter in die Notfallklinik, wo der Hundebiss medizinisch versorgt wurde.

Jetzt kam es vor dem Amtsgericht Hamburg-Mitte zur Verhandlung wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Der Oberstaatsanwalt argumentierte damit, dass Leylas Besitzerin Unfallflucht begangen habe, weil sie sich zu schnell vom Unfallort entfernte.

Die Richter verurteilten die Hundehalterin zu einem Schmerzensgeld von 1200 Euro, Leyla und Frauchen zum Pflichtbesuch einer Hundeschule und Leyla dazu, einen Maulkorb zutragen.

Die Auflagen sollten die Hundehalterin dankend annehmen, denn die Mutter verzichtet auf das Schmerzensgeld.

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