Biss mit Todesfolge

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Biss mit Todesfolge
16. Juli 2015

In Attnang-Puchheim, Österreich, kam ein Sheltie durch gezielte Bisse in die Bauchdecke ums Leben. Bürgermeister Markus Siller verhängte eine Maulkorbpflicht für die Angreifer.

»Mit unseren Hunden hat es noch nie Probleme gegeben«, sagt Sven L., »Sie spielen sogar mit unserem Vierjährigen.« Die Hundehalter der beiden Hunde, die ab sofort einen Maulkorb tragen müssen, können die Verärgerung um ihre Hunde nicht nachvollziehen.

Grund der Empörung ist eine gezielte Attacke auf den Sheltie »Bentley«, der bei dem Angriff schwer verletzt wurde. Bentleys Besitzer, Nikolaus M., war mit seinem angeleinten Hund auf dem Rückweg eines Spaziergangs, als ihm die Halterin mit den beiden Täter-Hunden entgegenkam. Die Hunde der Frau rissen sich von der Leine, stürzten sich auf den Sheltie, drehten in auf den Rücken und bissen ihm in die Bauchdecke.

Nach der kurzen aber heftigen Attacke fuhr Herr M. direkt zum Tierarzt, obwohl er zunächst keine schweren Verletzungen erkennen konnte. Der Veterinär stellte leider das genaue Gegenteil fest. Die Bisse hatte massive Quetschungen der Leber, Lunge und des Darms und einen Rippenbruch verursacht. Nach mehrfachen Operationen verstarb Bentley sechs Tage später.

Der Tierarzt erklärte, dass es ein gezielter Angriff gewesen sein müsse. Der Biss wurde mit Tötungsabsicht angesetzt, denn bei klassischen Rangeleien würden keine derartigen Verletzungen entstehen. Die Gemeinde ordnete, auch auf Anraten der Polizeiinspektion, einen Wesenstest durch einen Sachverständigen an.

Das Ergebnis ist eine bescheinigte Auffälligkeit der Territorialität und eine ausgeprägte Intoleranz gegenüber Artgenossen, die von den Hundehaltern nicht kontrolliert wird. Damit verbunden ist von nun an eine Leinen- und Maulkorbpflicht für beide Hunde. Die Nachbarschaft ist froh darüber, denn sie fürchtet sich bereits seit Jahren vor den beiden großen Mischlingsrüden.

Die Aussage des Bürgermeisters M. Sillers, es hätte bisher keine Vorfälle oder Meldungen über die Hunde gegeben, weist ein direkter Nachbar zurück. Die Hunde würden Tag und Nacht bellen und hätten seine Frau bereits angesprungen. Er habe sein Grundstück hoch mit Stacheldraht eingezäunt und die Gemeinde und Polizei mehrfach informiert. Leider sei bis dato niemals gehandelt worden, sonst wäre Bentley möglicherweise noch am Leben.

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