Brandenburg subventioniert Herdenschutzhunde

Brandenburg subventioniert Herdenschutzhunde
21. Juni 2016

Brandenburgs Schaf- und Nutztierhalter atmen auf. Das Land hält seine Versprechungen, die Sicherung ihrer Herden gegen Wölfe weiter zu unterstützen.

Laut Umweltministerium leben in Brandenburg knapp 120 Wölfe, die pro Jahr zwischen 50 und 60 Schafe reißen, heißt es aus dem Ministerium. Bisher bezuschusste das Land die Anschaffung wolfsicherer Zäune und schützender Gehege für die Nacht. Um noch effizienteren Schutz hervorzurufen, sollen demnächst Herdenschutzhunde eingesetzt werden.

Die AG Herdenschutzhunde und Jörg Vogelsänger, Agrarminister (SPD), unterzeichneten Anfang Juni die Verträge der Rahmenbedingungen. Demnach sponsert das Land für einen Junghund einer Herdenschutzhund Rasse, der noch keine Ausbildung durchlief, bis zu 1.000 Euro. Ein fertig ausgebildeter Hund kostet erheblich mehr. Für ihn kann der Landwirt bis zu 3.000 Euro Zuschuss bekommen.

Doch nicht für alle Herdenschutzhunde erhalten Landwirte die Fördergelder. Die Hunde müssen konkrete Kriterien erfüllen.

Oberste Priorität wird auf eine hohe Reizschwelle der Hunde gesetzt. Sie sollen sich nicht verhalten wie die Wölfe. Sie müssen deutliche Unterschiede zwischen Spaziergänger und Freizeitsportlern im Vergleich zum Wolf aufzeigen. Eine Revierverteidigung ist unerwünscht, ebenso das Attackieren von Hunden.

Die AG präferiert als Rassen den Pyrenäenberghund und den Maremmano. Beide Rassen, so sagt Kurt Kucznik, Chef der AG, besitzen diese Charakterzüge. Und er geht noch weiter. Die AG setze auf einheitliche Standards in Zucht, Ausbildung und Prüfung, um nur Hunde auszuwählen, die in die Kulturlandschaft passen.

Die Hunde werden auf ihre Friedfertigkeit genauestens geprüft, um Konflikte zu vermeiden. Der Herdenschutzhund solle ausschließlich den Wolf als sein Feindbild erkennen.

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