Dänisches Hundegesetz treibt Hundebesitzer in den Freitod

Dänisches Hundegesetz treibt Hundebesitzer in den Freitod
04. Mai 2015

Ein 27-jähriger Mann stirbt, weil die dänischen Behörden seinen Hund beschlagnahmten. Begründung: Dieser Hund könnte zu einer verbotenen Rasse gehören.

Hund Zanto ist, oder viel mehr war, nicht einfach nur ein Hund. Er war der Lebensbegleiter des 27-jährigen Dan. Doch für beide endete das Leben vor wenigen Tagen.

Die dänischen Behörden beschlagnahmten Zanto, da sie den Verdacht hegten, er könne aus einer in Dänemark verbotenen Rasse stammen.

Aufmerksam auf ihn wurde die Polizei durch eine Anzeige. Der drei Jahre alte Hund war entlaufen und leider fand die Polizei ihn, bevor Dan ihn zurück hatte. Dan sollte innerhalb der nächsten acht Tage den Beweis erbringen, dass sein Hund nicht verboten ist.

Doch es gelang dem jungen Mann nicht. Ein DNA-Test ist schwierig, teilten ihm verschiedene Tierärzte mit. Für eine exakte Bestimmung braucht man einen Referenzwert eines Elternteils. Die Zeit verstrich und Dan musste seinen Hund bei den Behörden lassen. Immerhin gestattet man Dan, sich von seinem Hund zu verabschieden. Zwei Stunden durfte er noch mit seinem Hund zusammen sein. Dann war das gemeinsame Leben der beiden beendet.

Die Trauer über den Verlust konnte Dan nicht überwinden. Nur wenige Tage später starb er an einer Überdosis Schmerz- oder Schlafmittel.

Laut gesetzlicher Regelung von 2010 liegt die Beweispflicht anhand eines DNA-Tests, aus welcher Rasse der Hund abstammt, beim Hundehalter. Kann dieser keinen Nachweis liefern, darf die Polizei den Hund beschlagnahmen und direkt einschläfern. Bei auffällig gewordenen Hunden, und sei es einzig durch Aussage einer dritter Personen, spielt es keine Rolle, ob sie zu den verbotenen Rassen gehören. Diese Vierbeiner dürfen direkt mitgenommen und getötet werden. Das gilt im Übrigen auch für Hunde von Touristen.

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