Hundehalter außer Rand und Band

Hundehalter außer Rand und Band
10. August 2016

Nachdem ein freilaufender Hund von einem Fahrzeug erfasst und verletzt wurde, kam es zwischen dem Hundehalter und dem Autofahrer zu einem heftigen Streit.

In München-Grünwald fuhr an einem Mittwochabend ein 45 Jahre alter Mann mit seinem Auto die Tölzer Straße entlang. Auf dem parallel Verlaufenden Fußweg radelte ein 48-jähriger Mann in die gleiche Richtung. Ihm voraus lief sein Hund ohne Leine. Als der Hund plötzlich auf die Straße vor den Pkw sprang, schaffte es der Fahrer nicht, einen Unfall zu vermeiden.

Der 45-Jährige wollte sofort Hilfe leisten, doch der Hundehalter gebärdete sich überaus aggressiv und schlug gegen das Auto.

Der Fahrer verschanzte sich sicherheitshalber in seinem Fahrzeug, während der Hundehalter schimpfend die Scheibenwischer verbog und gegen die Seitenscheibe trat. Um eine komplette Eskalation zu vermeiden, fuhr  der Autofahrer zur nächsten Polizeidienststelle. Bevor er außer Reichweite des tobenden Hundehalters war, trat dieser erneut gegen das Kraftfahrzeug und hinterließ dabei im Kotflügel eine Delle. Der Autofahrer erstatte Anzeige, die Polizei schätzt den Sachschaden auf ca. 1500 Euro.

In der Zwischenzeit fuhr eine Polizeistreife zum Unfallort, wo die Beamten die Lebensgefährtin des Hundehalters antrafen. Sie teilte den Beamten mit, dass ihr Partner auf dem Weg ist, sein Auto zu holen, um den Hund in die Tierklinik fahren zu können. Bei seiner Rückkehr nahmen die Polizisten den Mann fest, da er riechbar alkoholisiert war.

Der Atemalkoholtest ermittelte 1,5 Promille.

Die Beamten stellten die Fahrerlaubnis sicher und ordneten einen Bluttest an. Sie fuhren den Mann im Streifenwagen zum Institut für Rechtsmedizin. Der Hundebesitzer versuchte, während der Fahrt aus dem Fahrzeug zu flüchten. Im Institut angekommen beschimpfte und beleidigte er die Beamten und titulierte sie als »Nazis«.

Das Verhalten des Hundehalters zieht etliche Straftatbestände nach sich, für die er sich verantworten muss.

Statt bei seinem Hund in der Klinik verbrachte er die Nacht vermutlich in der Ausnüchterungszelle.

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