Kriminalpolizei Stralsund reagiert auf Hetzkampagne

Kriminalpolizei Stralsund reagiert auf Hetzkampagne
25. November 2015

Die Polizei in Stralsund ermittelt in der angeblichen Tötung eines Hundes bei einem Raubüberfall. Sie reagiert damit auf Stimmungsmache der NPD.

Die sozialen Netzwerke dienen immer wieder für die Verbreitung von Parolen. So nutzt die NPD in Mecklenburg-Vorpommern das Internet, um gegen Ausländer Front zu machen. Sie schreiben dort, dass bei einem Überfall eines Deutschen sein Hund von drei Ausländern erstochen wurde. Bei der Schilderung der Tat halten sich die Schreiber wenig zurück.

Da eine derartige Berichterstattung zurzeit förmlich Öl im Feuer der Antisemiten und Xenophoben ist, schaltete sich nun die Polizei Stralsund ein. Sie bemühen sich der Aufklärung des Tatbestandes, da zunächst nicht einmal eine Hundeleiche gefunden wurde.

Geschildert wird ein Vorkommnis am 16.11.2015 gegen 18 Uhr in der Vogelsangstraße in Stralsund. In Höhe der dortigen Bushaltestelle wurde ein 33 Jahre alter Mann, der mit seinem freilaufenden Hund spazieren ging, von drei Männern angesprochen. Laut Opferaussage redeten sie in einer ihm unbekannten Sprache. Die Männer begannen die Kleidung des Opfers zu durchsuchen, woraufhin sich der junge Mann zu wehren begann. Seine Hündin, ein Schäferhundmischling, biss einen der Täter in sein Bein. Der gebissene Mann zog ein Messer und stach auf den Hund ein, der angeblich kurze Zeit später an den Verletzungen verstarb.

Das Opfer beschreibt, die Täter seien im Alter zwischen 30 und 40 Jahren gewesen. Einer trug langes schwarzes Haar, einen Kapuzenpullover und schwarze Jeans. Er hatte eine helle Hautfarbe. Der zweite Mann war ebenfalls schwarz bekleidet und hatte braunes Haar. Zur dritten Person konnte er nur die Angabe der dunklen Kleidung machen. Sein Hund habe er an einen der Polizei bisher unbekannten Ort beerdigt.

Bisher konnten weder Täter noch Hund gefunden werden. Daher bittet die Kriminalpolizei um Hinweise zu den vermeintlichen Tätern, dem Verbleib des Hundes und um die Meldung von möglichen Augenzeugen.

Rückfragen und Hinweise werden unter der Rufnummer 03831 / 28900 Polizeiinspektion Stralsund entgegengenommen.

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