Labrador Charlie führt Frauchen zum Altar

Symbolbild

Labrador Charlie führt Frauchen zum Altar
26. September 2016

Der Labrador Charlie von Kelly O´Connel ist schon 15 Jahre alt, schwer krank, aber ein Kämpfer. Frauchens letzten Wunsch erfüllte er noch.

Kelly O´Connel ist Tierärztin in New York. Ihr Labrador Charlie Bear begleitet sie, seit er ein Welpe war, überall hin – stolze 15 Jahre. Gefunden haben die Beiden sich in einem Tierheim. Man fand den nur wenige Wochen alten Hund, im Winter, ausgesetzt, in einem Einkaufswagen und übergab ihm dem Tierheim.

Schon damals wusste Kelly, dass Charlie ein Kämpfer ist. Er wird es schaffen, groß, stark und alt zu werden.

Sie behielt recht. Als Kelly ihren heutigen Ehemann James Garvin kennenlernte, stand für sie fest, dass Charlie sie zum Altar begleitet. Doch fünf Monate vor der Hochzeit stellte man bei Charlie einen Gehirntumor fest. Die Zeit tickte für den schwer kranken Hund und Kelly´s Wunsch. Der Gesundheitszustand von Charlie verschlechterte sich zusehends. Nach einigen Krampfanfällen vereinbarte Kelly einen Termin zum Einschläfern, sieben Tage vor dem Hochzeitstag. Doch Labrador Charlie kämpfte weiter und erholte sich noch einmal. Kelly sagt: »Es war, als würde er sagen »Nein, ich möchte das sehen«.« 

Labrador Charlie erfüllte Kelly ihren Wunsch und führte sein Frauchen zum Altar.

Er lag neben seinem Frauchen, als sich das Paar das Ja-Wort gab. Den Rückweg schaffte der Labrador nicht mehr. Die Schwester und Trauzeugin von Kelly trug Charlie den Weg zurück. Im Kreise seiner Familie, in den Armen seines weinenden Frauchens liegend, ruhte sich Charlie aus. Immer wieder drückte und küsste Kelly ihren Hund. »Du hast es geschafft, Kumpel. Du hast es geschafft«, flüsterte sie ihm zu. 

Kelly ist so beeindruckt und stolz auf ihren Charlie. Sie überlegte, ob sie ihren Hund damit überfordert hat. »Aber trotz dieses Gefühls, habe ich den Hund Eindruck, dass er auf den Fotos glücklich wirkt – besonders auf den Bildern, auf denen er von Blumen umgeben ist«, sagt sie beim Sichten der Fotos.

Einige Tage nach dem großen Fest musste Charlie doch eingeschläfert werden. Sein Frauchen trauert, keine Frage. Doch sie ist ebenso von Freude und Dankbarkeit erfüllt, dass Charlie sie so viele Jahre begleitete. Und, dass er ihr ihren Wunsch, sie zum Altar zu führen, noch erfüllte.

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