Mehrhundehaltung in Mietwohnungen

Mehrhundehaltung in Mietwohnungen
23. Dezember 2014

Das Münchner Amtsgericht verhandelte einen Fall zur Hundehaltung in Mietwohnungen. Die Beklagten gingen in Berufung und verloren ihren Prozess.

Grund des Streits war zunächst nicht einmal der Hund an sich, denn der Vermieter hatte grundsätzlich keine Einwände. Doch diese Mieter übertrieben es: Das beklagte Ehepaar und ihre fünf kleinen Hunde wohnten auf 98 Quadratmetern in einer 2 ½ Zimmer Wohnung in Oberschleißheim. Im September 2013 schüttelte die Dame des Hauses die Liegedecken der Hunde durch das geöffnete Fenster zum Hof aus. Einem anderen Mieter des Hauses fiel dadurch Unrat auf seinen Kopf. Er verständigte den Vermieter und teilte ihm mit, dass aus der Decke Reste von Hundeknochen, Zahnstocher und sogar Slipeinlagen in den Hof fielen.

Erst dadurch erhielt der Vermieter die Information, dass das Ehepaar mit fünf Hunden in der Wohnung lebte. Er reichte eine Klage zum Verbot zur Hundehaltung ein.

Die Beklagten konnten den Beweis erbringen, dass ihnen die Haltung eines Hundes erlaubt wurde. Jedoch aber nicht die von fünf Hunden. Somit entschied das Amtsgericht, dass eine Mehrhundehaltung nicht einem »vertragsmäßigen Gebrauch einer Mietwohnung« entspräche.
Der zuständige Richter verurteilte die Beklagten zur Ein-Hunde-Haltung. Des Weiteren dürfen sie keine Hundedecken mehr zum Fenster heraus schütteln, sofern Personen im Hof stehen.

Die Beklagten gingen in Berufung zum Landesgericht München, an dem das Verfahren ein Jahr später eingestellt wurde. Denn das Ehepaar wurde in einem weiteren Streitfall zur Räumung der Wohnung verurteilt, weil sie Mietschuldner sind.

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