Menschliches Fehlverhalten gefährdet Wildtierarten

Menschliches Fehlverhalten gefährdet Wildtierarten
21. Juli 2014

Der Himalaya gewinnt immer mehr an Attraktivität für den Tourismus. Doch seit regelmäßig Besucher durch das Land reisen, steigt die Population der streunenden Hunde. Dadurch ist das Ökosystem massiv bedroht.

Der Himalaya gilt als eines der wenigen unberührten Paradiese dieser Welt. Immer häufiger reisen Freunde des Bergwanderns, Mountainbiker, Fotografen und andere Sport- und Naturliebhaber durch das Land. Die Glücklichen unter ihnen entdecken auf ihren Touren Schneeleoparden, Himalaya-Glanzfasane, Moschushirsche oder sogar den fast ausgerotteten roten Panda.

Auch wenn der Tourismus wertvolle Devisen in das Land bringt, gefährdet er doch das sensible Ökosystem, denn die Reisenden füttern verbotenerweise die Straßenhunde. »Die Hundepopulation hängt von der Verfügbarkeit von Futter und Platz ab«, sagt Debby Ng, Fotojournalistin aus Singapur. Die gut-gemeinte Hilfe der Ausländer sorgte in der vergangenen Zeit für eine rapide Vermehrung der Straßenhunde im Nepal. Sie bilden mittlerweile ganze Rudel. Wandern die Touristen weiter, folgen ihnen die wilden Hunde, in der Hoffnung, weiterhin an Nahrung zu kommen. » … Und wenn sie kein Futter mehr finden, attackieren sie Vieh und manchmal auch wilde Tiere«, sagt Khageshwar Bhattarai. Dabei würden sie keinen Halt vor den vom Aussterben bedrohten Tierarten machen.

Um den Schaden zu begrenzen, legten die Betroffenen Giftköder aus, die ihre Wirkung jedoch verfehlten. Bhattarai ist Direktor bei der von Debby Ng gegründeten Himalaya-Stiftung zur Rettung von Tieren. Die Stiftung setzt sich für ein Kastrationsprogramm ein, die ebenfalls die Hunde der Dorfbewohner einschließt. Zusätzlich werden alle Hunde gegen Tollwut geimpft. Die größte Hürde der Helfer war die Überzeugungsarbeit, die sie bei den Dorfbewohnern leisten mussten. Doch ohne verständliche Aufklärung wäre das Unterfangen zum Scheitern verurteilt gewesen.

Mountainbiketrainer Ajay Narsingh Rana beteiligt sich an dem Projekt, u.a. durch die Aufklärung der Touristen. »Sie müssen Verantwortung übernehmen. Es entstehen Probleme, wenn sie während ihres Aufenthalts im Nepal einen Hund adoptieren, ihn dann jedoch zurücklassen.«

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