Österreich beschließt Änderung des Tierschutzgesetzes

Österreich beschließt Änderung des Tierschutzgesetzes
28. März 2017

Politiker der Regierungsparteien tagten beim Gesundheitsausschuss. Zur Debatte und Abstimmung stand u. a. die Änderung des Tierschutzgesetzes.

Nach zweijähriger Vorbereitungszeit zur Änderung des Tierschutzgesetzes kam es in der vergangenen Woche im Gesundheitsausschuss zur Verabschiedung. Auch wenn nicht alle 660 eingereichten Stellungnahmen berücksichtigt werden konnten, sei nun ein Großteil der Vorschläge entsprochen worden, erklärt die Bundesministerin Pamela Rendi-Wagner.

Die Hauptpunkte der Änderungen betreffen vor allem Privatpersonen, Hunde und Katzen.

Land- und forstwirtschaftliche Tierhaltung ist weitestgehend ausgeschlossen. Insbesondere in der Nutztierhaltung hat sich nichts verändert, was einige Politiker deutlich in Missstimmung versetzt.

Ab 2018 besteht die Verpflichtung zur Kennzeichnung von Zuchtkatzen anhand eines Microchips, gesetzt durch einen Veterinär Mediziner.

Das Anbieten von Tieren im Internet ist zukünftig für Privatpersonen verboten. Ausnahmen bilden Tiere, die aufgrund des Alters oder der Gesundheit des Besitzers abgegeben werden müssen.

Die Verwendung von Zughalsbändern, die dem Hund das Atmen erschweren, gilt von nun an als Tierquälerei. Verboten sind ab sofort Tattoos und das Einfärben von Haut, Fell oder Federkleid aus modischen oder wirtschaftlichen Gründen.

Der Zuchtbegriff wurde neu formuliert und beinhaltet neuerdings auch das »nicht verhindern von Verpaarung« und »unbemerkter Verpaarung«, bei der für die Nachkommen kein Vater bestimmt werden kann.

Züchter von Tieren mit Qualzuchtmerkmalen sind zur lückenlosen Dokumentation verpflichtet, die belegt, dass Qualzuchtmerkmale für Nachkommen reduziert und Folgen dadurch beseitigt werden.

Die Begriffe Tierasyl, Gnadenhof, Tierheim und Tierpension werden genau definiert und unterschieden. In diesem Zusammenhang stehen vorgegebene Anforderungen an die Einrichtungen zur Unterbringung von Tieren.

In puncto Kastration äußerten Politiker verschiedener Parteien Kritik.

Bei der Kastrationspflicht von Katzen gäbe es unklare Regelungen, die in ländlicher Haltung zu Problemen führen können und Ferkel dürfen weiterhin ohne Narkose kastriert werden.

Alles in allem geht den meisten Politikern die Änderung nicht weit genug, auch wenn im Bereich der privaten Haustierhaltung lobenswerte Ansätze zu erkennen sind.

Weitere Informationen rund um das österreichische Tierschutzgesetz finden Sie hier.

Hundenachrichten

Das könnte sie auch interessieren.

Rat und Tat

  • Kreislaufkollaps und Sonnenstich

    Kreislaufkollaps und Sonnenstich

    Hunde regulieren ihre Körpertemperatur über die Zunge - sie hecheln.

    Abnormes Hecheln, dunkelrote Sc…

    mehr

  • Dominanter Hund

    Dominanter Hund

    Im Verhaltensrepertoire der Hunde ist Dominanz durchaus vorhanden, ebenso wie Submissivität. Jedoch …

    mehr

  • Golden Retriever

    Golden Retriever

    Golden Retriever – ein brillanter Name für eine Hunderasse, dessen »Golden« diverse Nuancen haben ka…

    mehr

  • Gastbeiträge

    Gastbeiträge

    In unserer neuen Rubrik »Gastbeiträge« geben wir unterschiedlichen Unternehmen die Möglichkeit, sich…

    mehr

  • Umzug mit dem Hund

    Umzug mit dem Hund

    Für Hunde bedeutet der Umzug in ein neues Zuhause ebenso viel Veränderung wie für den Menschen.

    Dürf…

    mehr

  • Haut und Haare des Hundes

    Haut und Haare des Hundes

    Die Haut und Haare des Hundes übernehmen Funktionen in Bezug auf Thermoregulierung, Schutz und sogar…

    mehr

  • Rückruf Probleme

    Rückruf Probleme

    Hören tut er schon

    Hunde aus dem Freilauf oder dem Spiel mit Artgenossen abrufen zu können, ist eine…

    mehr

  • Lingua Canini

    Hunde-Erziehungsberatung

    Individuelle Beratung rund um den Hund durch Erziehung, Training, Kurse, Einzel- und Gruppenstunden, Workshops, Seminare, Themenabende.

    www.linguacanina.com

Besuchen Sie uns auf

  • facebook

    facebook
  • google+

    google+
  • twitter

    twitter
  • youtube

    youtube