Studie zur Rohfleisch-Fütterung

Studie zur Rohfleisch-Fütterung
18. Januar 2018

Niederländische Wissenschaftler untersuchten verschiedene tiefgekühlte Rohfleischprodukte aus dem Bereich Tierfutter.

Laut einer Untersuchung niederländischer Wissenschaftler an der Universität Utrecht sollen zahlreiche Produkte aus der Barf-Tierernährung verunreinigt sein.
Die Wissenschaftler nahmen Proben von den in Utrecht am häufigsten verkauften Produkten, insgesamt 35 Stück. Die 35 Produkte von 8 verschiedenen Herstellern waren überwiegend mit Eiern und Gemüse gemischte Rohfleisch-Mahlzeiten.

Die Analyse des Tierfutters zeigt eine enorme Keimbelastung, die für den Menschen gesundheitsgefährdend sind.

In den Proben fanden sie neben Kolibakterien, mit teilweiser Antibiotikaresistenz, auch Escheria coli, Listerien und parasitäre Erreger der Toxoplasmose und Sarcocystis cruzi. Letzteres entsteht bei Schlachttieren durch die Aufnahme von Fäkalien durch verschmutztem Futter, beispielsweise durch verkotete Futterwiesen und Heu.

Alle Krankheitserreger sind auf den Menschen übertragbar und, je nach menschlicher Konstitution, lösen sie schwere bis lebensgefährliche Erkrankungen aus.

Die Wissenschaftler räumen ein, dass nur ein sehr geringer Teil an tiefgekühlten Rohfleischprodukten untersucht wurde. Gleichwohl bewiesen sie, dass die Produkte verunreinigt sein können. Bei Trocken- und Dosenfutter hätten sie kaum etwas gefunden.

Herr Josef Kamphues, (Direktor am Institut für Tierernährung an der TiHo Hannover) weist auf einen gewissenhaften Umgang mit dem Rohfleisch hin. Sofern Tierhalter die Hygiene beachten, Hände waschen, Futterreste extra abpacken, Bestecke, Schüsseln und andere Küchenutensilien entsprechend reinigen, bestehe kaum eine Gefahr der Ansteckung. Menschen mit geschwächtem Immunsystem (z. B. Kinder oder alte Menschen) sollten sich nicht von Hunden anlecken lassen.
Unsere Haustiere, so sagt er, haben einen anderen Verdauungstrakt, so das, sollte eine Fleischportion kontaminiert sein, sie kaum daran erkranken werden.

Auf VetRecord finden Sie die Originalstudie.

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