Teuflische Nachbarn stiften Unruhe

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Teuflische Nachbarn stiften Unruhe
17. November 2015

Einer 77 Jahre alten Schweizerin machen Nachbarn das Leben schwer. Grund dafür ist ihre Liebe zu ihren Hunden.

Jacqueline Locher lebt in Magglingen, Schweiz. Mit ihren 77 Jahren kümmert sich die Seniorin bereits seit vielen Jahren liebevoll um elf Hündchen. Sie besitzt ein eigenes Chalet und einen Garten mit altem Baumbestand.

Vor drei Jahren bauten auf der gegenüberliegenden Seite ihre jetzigen Nachbarn. Seitdem diese dort eingezogen sind, lebt Frau Locher nur noch halb so gerne in ihrem Eigentum. Die Anstößer machen Frau Locher nämlich das Leben schwer.

Bereits mit deren Einzug verlangten sie von ihrer Nachbarin, die alten Bäume im Garten zu fällen. Frau Locher kam dem Wunsch nicht nach. Sie liebt ihre alten Bäume, wie sie sagt. Offenbar fiel sie durch ihr Nichthandeln in Ungnade, denn seit diesem Zeitpunkt rufen ihre Nachbarn wegen jeder Kleinigkeit die Polizei.

Doch der Gipfel passierte vor einigen Tagen. Die Polizei und das Veterinäramt klingelten an ihrer Tür. Angeblich würden ihre Hündchen zu viel Lärm machen, wird behauptet. Gesundheitlich gab es bei den Vierbeinern keine Beanstandungen. Auch für die Zahl der gehaltenen Hunde gibt es keine Vorschriften.

Im Abschlussbericht des Amtes wurde Jacqueline Locher empfohlen, den ältesten Hund (19 Jahre) einschläfern zu lassen, da er mit der Vielzahl der Vierbeiner nicht zurechtkäme. Des Weiteren soll sie drei Hunde abgeben und mit denen, die nach 2008 einzogen, eine Hundeschule besuchen. Gemäß der rechtlichen Vorschriften.

Die Hundehalterin fühlt sich gegängelt und sagt, dass es sich um einen schlechten Scherz handeln müsse. Ihr ältester Hund ist quietschfidel, frisst gut und ist schmerzfrei. Grundsätzlich stehen alle Hunde unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle. Und mit einem 14-jährigen Pudel ginge man auch nicht mehr, wie verlangt, in die Hundeschule. Einmal abgesehen davon, dass sie es körperlich nicht mehr schaffe.

Ihre teuflischen Nachbarn reichten bereits Klage ein, was die Gemeinde überraschte. Gemeinsam wolle man eine friedliche Lösung für beide Seiten finden. Jacqueline Locher sorgt sich um ihre Schützlinge. Wenn sie jünger wäre, so sagt sie, würde sie umziehen. Doch dafür sei sie bereits zu alt.

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