Unnötiger Tod eines Tervueren?

von Wicker1 (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons

Unnötiger Tod eines Tervueren?
26. Januar 2015

In Willisau, einem beschaulichen Städtchen in Luzern, Schweiz, trieb ein belgischer Schäferhundrüde sein Unwesen. Am vergangenen Samstag wurde er eingeschläfert.

Für extrem gefährlich hielt die Bevölkerung von Willisau den Tervueren-Rüden. Und das zu Recht. Der noch nicht ganz vier Jahre alte Hund tötete zwei Katzen, verletzte ein Schaf so, dass es notgeschlachtet werden musste, killte einen Yorkshire Terrier und riss einer Frau die Jacke vom Körper. Im letzten Vorfall erklärte die Hundehalterin des Schäferhunds dem Opfer während der Attacke, dass ihr Rüde es »nur« auf den Hund der Frau abgesehen habe. Sie hätte nichts zu befürchten.

Selbst nach der Vielzahl der Übergriffe lebte der Hund weiterhin bei seiner Besitzerin. Die Behörden waren informiert, der Veterinärdienst verhängte Maßnahmen, Maulkorbpflicht und kurze Leine, zum Schutze der Bevölkerung. „Das ist nicht zum Wohle des Tieres“, sagte die Halterin. Sie entschied sich, aufgrund des öffentlichen Drucks, für das Einschläfern.

Überhaupt kann sich die Besitzerin keinen Reim auf das Verhalten ihres Hundes machen. Er habe bei der Diensthundeprüfung den ersten Platz erreicht und seinen Wesenstest bestanden. Sein aggressives Verhalten sei erst mit ca. drei Jahren entstanden. Nach diesen Vorfällen habe sie ihren Rüden stets abgeschirmt, nicht mehr zu Prüfungen gemeldet oder mit zum Hundesport genommen. „Vielleicht liegt es in seiner Genetik“, sagte die Halterin.

Hundenachrichten

Das könnte sie auch interessieren.

Rat und Tat

  • Labrador Retriever

    Labrador Retriever

    Der Labrador Retriever erfreut sich ähnlicher Beliebtheit wie der Golden und die anderen Retriever R…

    mehr

  • Verhaltensmodifikation

    Verhaltensmodifikation

    Verhaltensweisen bei Hunden beruhen auf einer Kombination aus genetischer Veranlagung, ihren Erfahru…

    mehr

  • Fütterungsarten

    Fütterungsarten

    Eine gängige Methode der Hundeerziehung ist immer noch das Füttern aus der Hand, sprich die Leckerch…

    mehr

  • Unerwünschtes Jagdverhalten

    Unerwünschtes Jagdverhalten

    Zunächst einmal: Alle Hunde sind Jäger, denn für einen Karnivoren ist es biologisch, jagen zu gehen.…

    mehr

  • Dackel

    Dackel

    Teckel, Dachshund oder auch einfach Dackel. Er ist, und bleibt vermutlich auch, eine der beliebteste…

    mehr

  • BARF - aus dem Hause Hitzegrad

    BARF - aus dem Hause Hitzegrad

    Barfen - das hat gewiss jeder, der einen Hund oder eine Katze besitzt schon mal gehört.

    Was anfangs …

    mehr

  • Bezugsperson Mensch

    Bezugsperson Mensch

    Was bedeutet es, eine Bezugsperson für einen Hund zu sein und wie wird ein Mensch dazu?

    In der Defin…

    mehr

  • Lingua Canini

    Hunde-Erziehungsberatung

    Individuelle Beratung rund um den Hund durch Erziehung, Training, Kurse, Einzel- und Gruppenstunden, Workshops, Seminare, Themenabende.

    www.linguacanina.com

Besuchen Sie uns auf

  • facebook

    facebook
  • google+

    google+
  • twitter

    twitter
  • youtube

    youtube