Verunreinigte Gehwege und Grünflächen

Verunreinigte Gehwege und Grünflächen
08. Juni 2015

In Ballungszentren begegnet der Bevölkerung das Problem mit der Straßenverschmutzung täglich. In Berlin startet eine Kampagne zur Aufklärung mit dem Ziel der Sinneswandlung.

Umweltschutz beginnt in den Köpfen der Menschen. Die Berliner Stadtreinigung (BSR) startet demnächst eine Kampagne, die Jugendliche im Alter zwischen 13 bis 20 dazu aufrufen soll, Ideen zur Bereinigung des Straßenbildes einzureichen. Mit modernsten Kommunikationsmedien werben sie für ihre Aktion.

Eine schöne Idee, die sich möglicherweise auch auf Hundehalter übertragen lässt. Denn Berlin kämpft nicht nur gegen illegale Müllablageplätze sondern auch gegen liegengelassene Hundehaufen.

Der Gedanke zu einer sauberen Stadt beginnt in den Köpfen der Bevölkerung. Die Politik beschränkt sich oftmals auf Verbote, Richtlinien und Bußgelder. Erst kürzlich wurde den Hundehaltern das Mitbringen ihrer Vierbeiner an die Krumme Lake und an den Schlachtensee untersagt. Begründet wurde das Hundeverbot mit der Verunreinigung der Wiesengebiete und Zerstörung der Seenufer. Nicht einmal außerhalb der Badesaison ist der Spaziergang mit Hund an den Seen mehr erlaubt. Ein Tiefschlag für Hundehalter, ein Willkommensgruß für Hundegegner.

Doch auch Nicht-Hundebesitzer hinterlassen ihre Spuren in den Naherholungsgebieten. Zurückgelassene leere Trinkflaschen, Papier, Lebensmittelreste und Zigarettenstummel werden keine Seltenheit sein. Während der Hundekot organischen Ursprungs ist, handelt es sich bei den anderen Dingen um wahren Müll.

Doch die Politiker nehmen nur die Hundehalter in die Pflicht. Erteilen kurzerhand ein Verbot, statt einen modernen Weg einzuschlagen. Nun, wenn die Berliner Stadtreinigung in der Lage ist, Preise für innovative Ideen zur Stadtsäuberung zu vergeben, dürfen sich die Berliner Politiker sicherlich ein Beispiel daran nehmen. Möglicherweise erreichen sie auf diesem Wege die verantwortungslosen Hundehalter, die sich nicht um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner scheren.

Wer die pflichtbewussten Hundebesitzer, die das Verbot ihrer Hunde an die Badeseen mitnehmen zu dürfen trifft, unterstützen möchte, für den gibt es immer noch den Weg über die Petition »Aufhebung des Hundeverbots …«.

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