Vielhundehaltung im Wohngebiet nicht gestattet

Vielhundehaltung im Wohngebiet nicht gestattet
28. Januar 2016

Das Verwaltungsgericht Neustadt a.d. Weinstraße lehnte den Einspruch einer Husky Besitzerin, ihre neun Hunde nicht auf dem hauseigenen Grundstück halten zu dürfen, ab.

In Eppenbrunn, Landkreis Südwestpfalz, lebt und arbeitet eine Hundebesitzerin mit einer neunköpfigen Huskygruppe. Die Frau besitzt ein großes Grundstück mit Wohn- und Nebengebäude, inkl. einer schriftlichen Genehmigung, ihren Grund und Boden gewerblich nutzen zu dürfen.

Im September 2014 wurde gerichtlich verfügt, dass sie ihre neun Hunde nicht auf dem Grundstück halten dürfe, da die Lärmbelästigung für die Anwohner zu groß sei.

Die Beklagte legte Widerspruch ein, der in der 3. Kammer des Gerichts abgelehnt wurde. Die Hundehalterin dokumentierte durch Schreiben verschiedener Ämter, dass sie sach- und fachgerechte Hundehaltung betreibe, was sie mit einem Schreiben des zuständigen Veterinäramts belegte. Ebenso reichte sie die Genehmigung zur gewerblichen Nutzung ein. Zudem, so gab sie an, gebe es in der Nachbarschaft einige Bürger, die ebenfalls mehrere Hunde auf ihren Grundstücken hielten.

Aus der Begründung der Richter geht hervor, dass sie zwar in allen Bereichen genehmigt und kompetent sei. Jedoch liege ihr Grundstück in einem allgemeinen Wohngebiet.

Damit kann davon ausgegangen werden, dass durch das Hundegebell ihrer zahlreichen Hunde, die Anwohner durch Lärmbelästigung gestört werden. Hundetypisches Verhalten, vor allem in einem so großen Rudel, kennzeichnet sich durch Revierverhalten, sprich, das Flankieren des Grundstücks und das Verbellen von Passanten. Des Weiteren habe sie in ihrem Gewerbe zwar Schlittenhundefahrten, Zughunde-Seminare und den Verkauf von Zubehör angegeben, jedoch nicht die Haltung von neun Hunden. Dies bedürfe einer baurechtlichen Genehmigung und Flächennutzungsänderung, die sie nicht vorlegen kann. Zusätzlich komme die Lärmbelästigung bei Seminaren mit Fremdhunden während des Verladens und bei Spaziergängen hinzu, die über das ortsübliche Maß hinausgehe.

Daher kann das Gericht ihrem Einspruch nicht stattgeben. Gegen das Urteil kann die Hundehalterin beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz eine Berufung beantragen.

Hundenachrichten

Das könnte sie auch interessieren.

Rat und Tat

  • Leinenführung

    Leinenführung

    Das wohl wichtigste Hilfsmittel im Leben von Menschen mit Hund sind Halsband und Leine.

    Einige Hunde…

    mehr

  • Dackel

    Dackel

    Teckel, Dachshund oder auch einfach Dackel. Er ist, und bleibt vermutlich auch, eine der beliebteste…

    mehr

  • Dominanter Hund

    Dominanter Hund

    Im Verhaltensrepertoire der Hunde ist Dominanz durchaus vorhanden, ebenso wie Submissivität. Jedoch …

    mehr

  • Chihuahua

    Chihuahua

    Wer kennt sie nicht, die kleinste Hunderasse der Welt – die Chihuahuas. Als Handtaschen-Hund der Hol…

    mehr

  • Hunde Begegnungen

    Hunde Begegnungen

    Viele Hundehalter wissen, wie schön es ist, wenn der eigene Hund einen richtig guten Kumpel hat. Man…

    mehr

  • Treibball

    Treibball

    Treibball ist eine Beschäftigung mit dem Ball, bei der der Hund seinem Hüteverhalten genüge tun darf…

    mehr

  • Gassi-Gang bei Dunkelheit

    Gassi-Gang bei Dunkelheit

    Je später im Jahr umso mehr Dunkelheit beherrscht den Tag. Ob früh morgens oder am Abend, die Hundeh…

    mehr

  • Lingua Canini

    Hunde-Erziehungsberatung

    Individuelle Beratung rund um den Hund durch Erziehung, Training, Kurse, Einzel- und Gruppenstunden, Workshops, Seminare, Themenabende.

    www.linguacanina.com

Besuchen Sie uns auf

  • facebook

    facebook
  • google+

    google+
  • twitter

    twitter
  • youtube

    youtube