Wie zuverlässig sind die Nasen von Mantrailing-Hunden?

Wie zuverlässig sind die Nasen von Mantrailing-Hunden?
14. April 2014

Um die Suchergebnisse der Mantrailing-Diensthunde vor Gericht unanfechtbar zu machen, starten Leipziger Rechtsmediziner eine wissenschaftliche Untersuchungsreihe.

Für viele Hundebesitzer entwickelte sich die Personensuche in den letzten Jahren zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung mit Hund. Für die Polizei bekommen zuverlässig ausgebildete Mantrailing-Hunde immer intensivere Bedeutung. Die Ergebnisse der Suchhunde werden jedoch nicht in allen Bundesländern vor Gericht als Beweise zugelassen.

Um diesen Sachverhalt zu ändern, untersuchen derzeit Leipziger Rechtsmediziner, was die Hunde exakt riechen können und woran sie sich wie lange orientieren. Leiter der Forschungsreihe Dr. Carsten Hädrich, Oberarzt am Institut für Rechtsmedizin, beschreibt seine Arbeit: »Wir haben verschiedene Versuchsreihen mit Mantrailing-Hunden ausgearbeitet, um herauszufinden, woraus die Geruchsspur eigentlich besteht, wie sie vom Menschen produziert und abgegeben wird und wie lange sie haltbar ist.« Bisher ging man davon aus, die Hunde orientieren sich an den Hautpartikeln, den Hautbakterien und der Atemluft der Zielperson.

»Mantrailing beruht auf der Erkenntnis, dass jeder Mensch ein einmaliges Geruchsbild für den Hund darstellt. Dieses Geruchsbild kann von speziell ausgebildeten Hunden auch nach Monaten noch erkannt und verfolgt werden«, erklärt Dr. Hädrich die Herangehensweise.

Zur exakten Definierung, woran sich die Hunde orientieren, werden die Zielpersonen ihre Spuren im Ganzkörperschutzanzügen legen, um keine Hautschuppen, -bakterien und -partikel freizugeben. Oder sie tragen ein Atemgerät, um die Atemluft zu isolieren. Inwieweit sich ein Hund an der DNA der Zielperson orientiert, werden die Forscher über Labor-DNA überprüfen. Dazu reproduzieren sie die körpereigene DNA der Testperson, die dem Hund als Referenzduft vor der Suche angeboten wird. »Dann schauen wir, ob der Hund die Spur aufnehmen kann«, erklärt Dr. Hädrich.

Gelingt es dem Team von Wissenschaftlern ihre Untersuchungen wissenschaftlich zu fundieren, könnte das die Aufklärungs- und Präventionsrate um ein Vielfaches steigern.

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