Übungsverlauf Bench Aufbau

Übungsverlauf Bench Aufbau

Für einen Erfolg versprechend Bench Aufbau wird der Gitterkennel zunächst strategisch ungünstig aufgestellt und dekoriert.

Der Hund darf natürlich gerne dabei sein und zusehen oder sogar helfen. Im Anschluss wird der Hund hineingeschickt. Hier wäre es von Vorteil, würde die Box bereits jetzt mit einem Signalwort, beispielsweise Höhle, Zimmer, Box, Bench, Kiste oder ähnliches betitelt werden. Folgt der Hund der Anweisung wird er gelobt. Die Türe bleibt zunächst geöffnet.

Sobald die Bench aufgebaut ist, werden weitere Liegeplätze in dem Raum entfernt. Damit dem Hund nur noch der Liegeplatz in der Bench zur Verfügung steht.

Im weiteren Übungsverlauf wird die Bench in das tägliche Beschäftigungsprogramm des Hundes eingebaut. Dazu können vom Hund Apportl aus der Bench geholt oder darin gesucht werden. Nach Beendigung der Übungen erhält der Hund seine Hauptmahlzeit in der Bench und von nun an werden Kauartikel nur noch in ihr gekaut.

Das Futter und der Kauartikel erhält der Hund erst, wenn er in der Bench ist. Sie werden nicht dort hineingestellt oder gelegt, damit er hineingeht.

Akzeptiert der Hund die Nahrungsaufnahme in der Bench, was daran zu erkennen ist, dass er sofort in sie hineinläuft (Mensch sollte hier auf seine Signalgebung achten!), sobald Futter ins Spiel kommt, werden nur noch die Kauartikel in der Bench geknabbert. Hundebesitzer, die bereits im dritten Umfeld mit dem Futterbeutel arbeiten, können nun wieder draußen füttern.

Die geschlossene Tür

  • Hat der Hund sein eigenes Zimmer akzeptiert, beginnt der Mensch, in regelmäßigen Abständen die Türe zu schließen. Zunächst spielerisch, während er davor sitzt.
  • Während der Hund mit seinem Kauartikel beschäftigt ist, schließt der Mensch die Tür. Schläft der Hund beim Kauen ein, wird die Türe geöffnet, damit der Hund erkennt, dass es kein Problem ist, bei geschlossener Türe einzuschlafen.
  • Schläft der Hund bei offener Tür in seiner Bench ein, kann sie eingehakt und erst geöffnet, wenn der Hund erwacht, aber ruhig ist.
  • Die Zeitintervalle der verriegelten Tür werden sukzessive verlängert, von wenigen Sekunden bis zu Minuten. Zunächst bewegt sich der Mensch durch den Raum, verlässt ihn kurz und kehrt zurück, verlässt die Wohnung und kehrt zurück.
  • Betritt der Mensch den Raum, wird der Hund weitgehend ignoriert. Sein Verhalten wird nicht kommentiert, gleich ob erwünscht oder unerwünscht. So erreicht der Mensch die »Normalität« der Bench.
  • Öffnet der Mensch die Tür, darf der Hund die Bench erste auf Signal hin verlassen. Versucht er sich hindurchzudrängen, wird sie erneut verriegelt. Der Hund erhält ein Sitz oder Down Signal. Die Tür wird erneut geöffnet, das Signal gegebenenfalls wiederholt. Erst, wenn der Hund ruhig warten kann, während sich der Mensch noch vor der Bench befindet, darf er aus seinem Zimmer heraus treten.

Bedenke

Der Benchaufbau braucht Zeit und Geduld. Einige Hunde können ihr Zimmer erst nach einigen Wochen oder sogar Monaten als persönlichen Rückzugsort akzeptieren. Der Mensch sollte zwar konsequent, jedoch nicht streng oder ungehalten vorgehen. Dadurch würde der Hund sein Zimmer negativ bewerten.
Für den Menschen sollte die Bench eine Selbstverständlichkeit sein. Der Hund möchte kauen, schlafen, seine Ruhe? Selbstverständlich, in seiner Bench! Je selbstverständlicher er sie betrachtet, um so wohlwollender wird der Hund sie annehmen können.

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