Impulsgeräte

von SupraX (Eigenes Werk) [GFDL oder CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Impulsgeräte

Impulsgeräte bestehen in der Regel aus einem Halsband, das in der Lage ist Impulse unterschiedlicher Stärke mit einem dazugehörigen Fernsteuerungsgerät zu generieren.

Das Sprühhalsband arbeitet mit Wasser oder Düften, wie Zitronensäure, die für empfindliche Hundenasen äußerst unangenehm ist. Telereizgeräte, auch unter den Namen Teletakt, Elektroschockhalsband oder Ferntrainer bekannt, sind die bekanntesten Vertreter dieser Art. Sie setzen auf Elektroimpulse und sind laut §1 des deutschen Tierschutzgesetzes verboten. Darin heißt es wörtlich: »Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.«

Der Einsatz von Impulsgeräten löst bei Hunden einen Schmerz- und / oder Schreckreflex aus und erfüllen dadurch keinen erzieherischen Aspekt.

Vielmehr dienen sie dazu, den Hund aus der Ferne zu korrigieren, woraus zumeist ein Meideverhalten entsteht. In der Verwendung finden sich Strom, Wasser, Düften, Vibration und Luftstöße. Neben den erzeugten Schmerzen oder Schreckmomenten können die aversiven Hilfsmittel bei Anwendung den angestrebten Lerneffekt ins Gegenteil umkehren, da der Hund nicht weiß, woher seine Bestrafung kommt. Demnach handelt es sich nicht um Erziehungshilfen sondern rein um instrumentelle Konditionierung.

Durch ein falsches Timing beim Einsatz wird der Hund für etwas bestraft, was er unter Umständen in diesem Moment vorschriftsmäßig ausführt.

Zudem kann bei Hunden eine Fehlkonditionierung entstehen, wenn er bei Auslösen der Schreck- oder Schmerzreflexe etwas Konkretes erblickt.

Außerdem gibt es sogenannte Anti-Bell-Halsbänder, die nicht per Hand gesteuert werden, sondern automatisch durch Vibration des Kehlkopfes auslösen. Sie sollen speziell den Hund dazu bringen nicht mehr zu bellen. Auch hier gibt es Geräte mit und ohne Strom.

Eine Sonderform der Elektro-Impulsgeräte ist der unsichtbare Zaun. Dieser arbeitet mit Kabeln, die das eingegrenzte Gebiet, etwa den gesamten Garten oder auch Teilbereiche, umgeben. Über ein Halsband wird der Hund bei Annäherung an den Zaun in der Regel erst durch ein Piepen gewarnt und dann mit Stromimpulsen, die sich mit weiterer Annäherung steigern, traktiert.

Eine Traumatisierung der Hunde ist bei Einsatz dieser Geräte nicht gänzlich auszuschließen.

Bevor sie zur Hilfe genommen werden, sollte der Grund des Problemverhaltens geklärt werden, denn ein erzeugtes Meideverhalten oder eine Fehlkonditionierung lösen die Schwierigkeiten nicht auf.

Hinweis

Geräte, die mit Elektroimpulsen arbeiten sind Tierquälerei und im deutschen Tierschutzgesetz in § 1 verboten.

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