Zecken beim Hund kannte schon Aristoteles

By Biblioteca Huelva (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Zecken beim Hund kannte schon Aristoteles

Zecken an Hunden ist so alt wie die Geschichte. Forscher der Universität Straßburg fanden bei Ausgrabungen an einen mumifizierten Welpen 61 Zecken.

Françoise Durand und Roger Lichtenberg beförderten den Welpen, geschätzt auf ca. fünf Monate, nahe der Oase Kharga (Ägypten) ans Tageslicht. Im Labor für Archäozoologie des Nationalen Naturkundemuseums von Paris untersuchten die Forscher Jean-Bernard Huchet und Cécile Callou den mumifizierten Junghund.

Sie fanden heraus, dass der Welpe allein an seinem linken Ohr von 23 braunen Hundezecken befallen war.

Insgesamt zählten die Wissenschaftler an dem Hund 61 Zecken. Sie vermuten jedoch, dass sich vermutlich noch andere Parasiten wie die Lausfliege an dem Hund zu schaffen gemacht hatten.

"… da eine Anzahl von Zecken sich bereits aus dem Fell gelöst hatten und während des Verwesungsvorgangs - oder bei vorherigen Störungen des Grabes durch Grabräuber - von der Mumie abgefallen sind, glauben wir, dass der Befall ursprünglich noch viel höher war", schreiben die Wissenschaftler in ihrem Forschungsbericht.

Die braune Hundezecke gilt als Überträger zahlreicher Krankheiten.

Diese ursprünglich aus Afrika stammende Zeckenart kommt, mit klimatisch kalten Bedingungen, weniger gut zurechtkommt. In frostigen Wintern erfriert die braune Hundezecken im Freien. Sie kann aber durchaus in warmen Behausungen den Winter überleben.

Der griechische Philosoph und Naturgelehrte Aristoteles erwähnte die braune Hundezecke bereits 335 v. Chr.

Homer soll den "kunorhaistès" im Zusammenhang mit Odysseus Hund erwähnt haben.

In Aristoteles zoologischen Schrift Historia Animalium nannte er einen Hundeparasiten „kunorhaistès“, was so viel heißt wie „Hundezerstörer“. Die griechischen Gelehrten wussten schon damals, dass dieser Parasit für Hunde tödlich sein kann. Der mumifizierte Welpe wies keinerlei Verletzungen auf. Daher gehen die Wissenschaftler davon aus, dass auch er den zahlreichen Parasiten zum Opfer gefallen war. Bei anderen Ausgrabungen, bei denen man Katzen fand, hatte der Mensch zuvor eindeutig für deren Ableben gesorgt.

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