Ethik der Hundehaltung

Ethik der Hundehaltung

Hunde sind dem Menschen näher als jedes andere Haustier, was Sätze wie Hunde sind die besseren Menschen, Mein Hund ist mein bester Freund oder Ähnliches beweisen. Hunde lernen super gerne von und mit ihren Menschen, wenn es für sie einen Sinn ergibt und nützlich ist.

Schnell gelernt ist halb gelernt.

Der Einsatz von Leckerchen in der Hundeerziehung ist ethisch für mich nicht vertretbar, da es ich hierbei um reine Bezahlung handelt. Der Hund handelt aus opportunen Gründen - für das Leckerchen, nicht aber für seinen Menschen. Bekäme er keine Leckerchen, täte er nicht, was von ihm verlangt wird. Zudem kann ein Leckerchen nicht auf Distanz gegeben werden, wenn sie verbraucht sind, hat der Mensch nichts mehr, womit er seinen Hund bezahlen kann und, sobald etwas spannenderes für den Hund auftaucht, verliert das Leckerchen seine Anziehungskraft. Hunde sind klug genug, um das zu durchschauen, und sie nutzen es aus. Für ein Leckerchen setzt sich ein Hund schnell mal hin, steht aber genauso schnell wieder auf, weil er fürs erneute Hinsetzen ein weiteres Leckerchen bekommt. Ergo hat der Hund maximal die gewünschte Handlung gelernt, aber nicht verstanden, warum er sitzen bleiben soll.

Bei pädagogisch geleiteten Lernprozessen ist die Wahrscheinlichkeit sehr viel höher, dass der Hund dauerhaft das angestrebte Zielverhalten zeigt. Er lernt, versteht und verinnerlicht Vorgehensweisen durch seinen Sozialpartner.

Als Mensch können wir die Liebe zu unserem Hund bestätigen, indem wir mit ihm gemeinsam tun, womit er sich am liebsten beschäftigt.

Je früher wir damit beginnen, um so eher erkennt der Hund, wie wertvoll sein Partner Mensch ist. Ein Mensch kann sich hündisches Verhalten aneignen, woran sich der Hund orientieren kann. Ein Hund kann sich aber kein menschliches Verhalten aneignen. Bei all der Liebe, die wir unseren Hunden entgegenbringen, sollte es für jeden Hundehalter ein Vergnügen sein, selbst ein Quäntchen mehr Hund zu werden.

unerwünschtes Jagdverhalten

unerwünschtes Jagdverhalten

Ein Hauptärgernis vieler Hundehalter ist das unerwünschte oder für sie nicht kontrollierbare Jagdverhalten ihrer Hunde.

Genetisch vorgegeben jagen alle Hunde gerne, ob groß oder klein. Betrachtet der Mensch seinen Hund als Freund fürs Leben, untersagt es ihm die Ethik, gegen die natürlichen Instinkte seines Hundes zu agieren. Vielmehr wird er seinen Hund akzeptieren und ihn bei der Bedürfnisbefriedigung unterstützen.

Gerade das Jagdverhalten des Hundes gibt dem Menschen die Möglichkeit wundervolle gemeinsame Momente mit ihm zu erleben.

Dafür muss der Mensch keine eigene Jagdausbildung haben, er kann den Futterbeutel einsetzen. Wer das Prinzip dahinter wirklich verstanden hat und umsetzen kann, wird im Laufe der Zeit merken, wie intensiver die Mensch-Hund-Beziehung geworden ist.

Der Futterbeutel ist kein Allheilmittel für sämtliche Probleme, die ein Mensch mit seinem Hund hat. Er wird aus einem traumatisierten Hund keinen unverdrossenen Hunden machen oder Aversionen verhindern. Bei richtiger Anwendung des Futterbeutels ist er ein Hilfsmittel, um dem Hund ein artgerechtes und arttypisches Leben zu kreieren, um von und mit seinem Menschen zu lernen und um täglich einer absolut sinnvollen Beschäftigung nachgehen zu können.

Ist der Futterbeutel erst einmal etabliert, gehört er zum Leben von Mensch und Hund wie das Zähne putzen.

Deshalb stehen die Texte Futterbeutel, das Prinzip dahinter, der Aufbau des Futterbeutels, etc. auch unter Mensch mit Hund, Freunde fürs Leben.

Aus ethischer Sicht kann es nur so sein, dass wir unserem Hund alles zuteilwerden lassen, was seine Bedürfnisse befriedigt. Ist der Hund glücklich, freut sich der Mensch.

 

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