Vertraulichkeiten als Resümee

Vertraulichkeiten als Resümee

Auf den Punkt gebracht beeinflussen Streicheln, Schmusen, Körperkontakt und Kontaktliegen die Mensch-Hund-Beziehung und sollten sensibel ausgeführt werden. Die Achtsamkeit liegt auf der Qualität der Berührungen.

  • Streicheln, Schmusen, Umarmungen und Kontaktliegen gehören zu einer Intimität, die nur innerhalb eines Rudels (Sozialgemeinschaft, Familie) stattfindet. Voraussetzung: auch innerhalb der Gemeinschaft besteht beiderseitiges Vertrauen. Zwang und Strenge sind Tabu.
  • Über den Kopf streicheln ist kein Lob. Hunde im Job (in Übungen oder Training) werden verbal oder durch den weiteren Verlauf der Tätigkeit bestätigt. Über den Kopf eines Hundes zu streicheln ist eine Dominanzgeste, die nicht mit einer positiven Bestätigung gleichgesetzt werden kann.
  • Setzt der Mensch Streicheln als positive Bestätigung oder Lob ein, muss im Umkehrschluss dem Hund die liebevolle Zuneigung entzogen werden, wenn er etwas nicht wunschgemäß erledigt hat. Damit degradiert der Mensch körperliche Zuneigung zu einer Währung im Bezahl-Prinzip.
  • Die Qualität der Berührungen ist ausschlaggebender als die Quantität. Bedeutet, wenn Berührungen stattfinden, dann zur passenden Zeit am geeigneten Ort. Intensives Kuscheln beginnt in einem sicheren Umfeld, ohne Ablenkung für Mensch oder Hund. In der Phase der innigsten Vertrautheit gehört die Zeit nur Mensch und Hund. Störfaktoren werden ausgeschaltet oder verhindert.
  • Streicheleinheiten beendet der Mensch, bevor der Hund sich ihnen entzieht. Hier gilt der Grundsatz: weniger ist oft mehr. Alles, was im Überfluss vorhanden ist, verliert seinen Reiz. Durch die ritualisierte, vom Menschen vorgegebene Praxis behält der Hund das Interesse und Bedürfnis an Körperkontakt und Nähe.
  • Schmusen und Kontaktliegen zählen zu den Momenten, in denen Mensch und Hund in einer unnachahmlichen Form zusammen sein können. Empfinden beide die Zufriedenheit gleichermaßen, erwächst eine Ebene, die auf anderem Weg kaum erreichbar ist.

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