Hunde aus dem Ausland

Hunde aus dem Ausland

Die Hundehaltung in anderen Ländern entsprechen nur selten unserer Anschauung. Ob ein Hund dankbar für seine Rettung ist, bleibt optional.

In vielen Ländern müssen Hunde und andere Tiere für die Inkompetenz der dortigen Menschen den Kopf hinhalten. Insbesondere in südlichen und östlichen Ländern glaubt der Großteil der Bevölkerung immer noch, dass Tiere keine Seele haben. Im Ausland fristen die meisten Hunde ihr Dasein als Mittel zum Zweck des Menschen. Passt das Tier nicht mehr in die menschliche Vorstellung, wird es weggeworfen. Die Hunde landen obdachlos auf der Straße und vermehren sich zusehends, wodurch eine Überpopulation ihrer Art erfolgt.

Die wachsende Zahl der Straßenhunde im Ausland hatte zur Folge, dass Menschen ihnen nach dem Leben trachten.

Spätestens seit Beginn der Massentötungen der rumänischen Straßenhunde, versuchen verschiedenen Organisationen, den Hunden im Ausland zu helfen. Sie sorgen für Kastrationsprogramme, Resozialisierung einzelner Tiere und, wenn notwendig, werden Hunde auch eingeschläfert. So traurig das Töten von Hund auch sein mag, wäre die Alternative kaum ein erstrebenswertes Leben für den Hund.

Glücklicherweise schaffen es etliche Hunde, sich, von der Straße kommend, in eine häusliche Familienstruktur einzufügen.

Menschen, die durch die Aufnahme eines Hundes aus dem Ausland Hilfe leisten möchten, sollten sich von dem Gedanken verabschieden, dass alle geretteten Hunde dankbar sind.

Es gibt reichlich Hunde denen die Integration in ein menschliches Zuhause nicht gelingt, ganz gleich, wie viel Erziehung, Regeln und Training sie erhielten. Der Hund akzeptiert nichts von all dem. Schwierig wird es für den Menschen dann, wenn der Hund erst nach Monaten oder sogar Jahren Verhaltensprobleme zeigt.

Überlastung und Stress kann zu Aggressionen führen.

Nicht immer basieren etwaige Probleme, wie Intoleranz gegenüber Besuchern, speziell auf ein Geschlecht bezogen oder gegenüber Kindern, Artgenossen oder sogar neuen Lebenspartnern, auf mangelnde Erziehung.

Noch weniger ist der Grund für Verhaltensauffälligkeiten, dass der Hund nicht genügend ausgelastet ist - im Gegenteil!

Statt übermäßiges Training eher Ruhe und Gelassenheit üben.

eindeutige Warnsignale vom Hund

eindeutige Warnsignale vom Hund

Ein Hund aus dem Ausland ist häufig mit der komplett neuen Lebenssituation überfordert.

Aus der Sicht des Hundes ist er mehr als genügend ausgelastet. Nämlich so viel, dass es für ihn in Stress ausartet, auf den er beispielsweise mit aggressivem Verhalten reagiert.

Leider zeigen diese Hunde aggressives Verhalten häufig erst dann, wenn sie emotional bei ihren Menschen angekommen sind. Das kann durchaus erst ein bis zwei Jahre nach der Übernahme aus dem Tierschutz sein. Bis dahin leben sie zurückhaltend aber friedlich mit ihren Menschen zusammen.

Die Hunde studieren ihre Menschen auf Mängel, Fähigkeiten, Kommunikationskenntnisse der hündischen Sprache und alles andere, was für einen Hund relevant ist. In der Zwischenzeit lernen sie die Vorteile eines menschlichen Sozialpartners und die Geborgenheit ihres Heims schätzen. Stellen die Hunde aber auch fest, dass es ihren Menschen an Fähigkeiten fehlt, übernehmen sie die Aufgaben.

Zeigen sich die Hunde nun verteidigungsbereit gegen alles Fremde, dient das der Aufrechterhaltung ihrer jetzigen Lebenssituation. Dabei kann es vorkommen, dass die Hunde zu Beißen beginnen, weil sie nie ein sanftes Konfliktmanagement gelernt haben. Den Menschen wird oft geraten, sich mehr durchzusetzen, dem Hund mal so richtig Bescheid geben sollen. Doch Härte und Druck erzeugen immer Gegenwehr.

Sicherheit durch Maulkorb

Sicherheit durch Maulkorb

Situationen fahren sich fest, es werden Probleme bekämpft statt gelöst.

Konsequente Vorgehensweisen ohne starre Lebensbedingungen sind angebracht. Alternative Verhaltensweisen aufzeigen und Sicherheit geht immer vor!

Akzeptanz der hündischen Persönlichkeit hilft Menschen, das Verhalten nicht persönlich zu nehmen. In sehr vielen Fällen können Tierheilpraktiker helfen, den Hund zugänglicher für Veränderungen werden zu lassen.

Hat ein Hund bereits gebissen, sollte er vorerst einen Maulkorb tragen und räumlich begrenzt werden.

Auch wenn der Hund mit einem Beißkorb gefährlicher aussehen könnte, als er tatsächlich ist, schützt er den Hund und die Mitmenschen. Eine räumliche Begrenzung im Zuhause verhindert ein Kontrollverhalten des Hundes.

Hinweis:

Kulturelle Unterschiede anderer Völker sollten keinesfalls verurteilt werden. Nur durch Aufklärung vor Ort kann tierschutzwidrigem Verhalten Einhalt geboten werden. Was für uns »normal« ist, halten andere Kulturen möglicherweise für eine »Verhaltensstörung« oder »unnatürliche Tierliebe«. Doch mögen wir so leben, wie es unserer Mentalität entspricht, sollten es andere Kulturen ebenso dürfen.

 

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