Bellen am Gartenzaun

Bellen am Gartenzaun

Überträgt der Mensch dem Hund die Verantwortung für das Grundstück, wird der Hund seinen Verpflichtungen nachkommen.

Das Abgeben der Verantwortung für Garten und Hof entsteht durch das Alleinlassen des Hundes auf dem Grundstück. In vielen Fällen verbellen Hunde Passanten erst, wenn sie bereits älter sind, etwa ab dem zweiten Lebensjahr. Der Grundstein dafür wird oft bereits im Welpenalter gelegt, wenn die Bezugsperson keine Führungsqualitäten besitzt und nicht den Schutz und die Sicherheit der Sozialgemeinschaft übernimmt.

1. Variante

Ein Welpe oder Junghund befindet sich alleine im Garten. Fremde Menschen gehen die Grundstücksgrenze entlang. Der junge Hund bemerkt die Passanten zwar frühzeitig, sieht es aber nicht als seine Aufgabe an, das Grundstück zu verteidigen. Er signalisiert durch z.B. Kopfheben, Aufstehen, vorsichtiges darauf zu gehen, leises brummen – knurren oder andere Aufmerksamkeitsmerkmale den Menschen, dass sich an der Grundstücksgrenze etwas bewegt. Die zuständigen Menschen reagieren nicht. Ein paar Tage oder Wochen später beginnt er mit leisem Gebrummel oder Gebell auf den Zaun zuzugehen. Die Passanten bemerken den Hund oder auch nicht, jedenfalls gehen sie ihres Weges.
Daraus zieht der junge Hund den Schluß, dass immer wenn er bellend auf den Zaun zuläuft, verschwinden die Fremden. Dieses Verhalten steigert sich, wenn der Hund erwachsen ist.

2. Variante

Der Hund bringt dieses Verhalten bei Einzug mit. Einen Hund mit Vorgeschichte, der 1. Variante bereits gelernt hat, verbellt Passanten, wenn er allein auf dem Grundstück ist. Bei Hunden mit einem ausgeprägten Territorialinstinkt kann die Bewachung eines Grundstücks negative Folgen für die Menschen haben. Sie zeigen ihr Territorialverhalten später sehr wahrscheinlich auch auf Spaziergängen.

Lösungsansätze

Ein Hund gehört nicht alleine in den Garten und schon gar nicht, wenn er noch ein Welpen ist.

Menschenkinder dürfen erst ab einem bestimmten Alter alleine im Garten spielen. Eine Hundemutter würde ihre Welpen niemals unbeaufsichtigt draußen herumtollen lassen. Da Menschen durchaus als Elternersatz von Hunden angesehen werden, dürfen sie sich verhalten, wie Hundeeltern.

Hund allein im Garten

Hund allein im Garten

Sollte es nicht anders möglich sein als den Hund alleine im Garten zu lassen, könnte ein Sicherheitsbereich für den Hund geschaffen werden.

Stecken Sie einen Bereich, dicht am Haus und fern von der Grundstückgrenze, für den Hund ab und umzäunen Sie diesen. Konditionieren Sie ihren Hund darauf, diesen Bereich nicht zu verlassen und schauen Sie regelmäßig nach dem Hund.
Dabei können Sie immer wieder über das Grundstück gehen bis an die Gartengrenze, sich genau umschauen jedoch ohne dem Hund dabei Aufmerksamkeit zu schenken. Ihr Hund wird lernen, dass Sie sich um die Sicherheit des Grundstücks kümmern. Es ist nicht sein Job, er kann sich also schneller entspannen.

Rassen mit ausgeprägten Territorialinstinkt sollten gar nicht alleine im Garten aufhalten, sofern die Menschen die daraus entstehenden Konsequenzen nicht tragen möchten.

Ein Hund kann nicht verstehen, dass er manchmal aufpassen soll, ein anderes Mal nicht aufpassen darf. Auch wenn das im täglichen Bild anders aussehen mag, weil der Hund sich ruhiger verhält sobald sein Mensch zu Hause ist, wird er seinen Job (Sicherung von Heim und Rudel) mit auf die Spaziergänge nehmen. Je souveräner ein Hund darin wird, um so weniger wird er sich von seinem Menschen Anweisungen geben lassen.

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