Akita Inu

Eine uralte japanische Hunderasse, die schon die Samurais begleiteten, weshalb der Akita Inu auch als Samurai-Hund bezeichnet wird.

Der berühmteste Akita Inu ist zweifelsfrei Hachiko aus dem gleichnamigen Film. Die herzzerreißende Geschichte von Hachiko brachte dem Akita Inu zahlreiche Fans, woraufhin die Nachfrage nach Welpen in der westlichen Welt deutlich anstieg.

Einen Akita Inu Welpen zu kaufen war bis 1972 kaum möglich, denn Japan hatte seinen beliebtesten Rassehund als japanisches Naturdenkmal deklariert. Damit war die Ausfuhr dieser Hunderasse verboten. Diese Vorschrift wurde erst im besagten Jahr gelockert. Gleichwohl benötigte man eine schriftliche Genehmigung der japanischen Regierung, um einen Akita Inu zu exportieren.

Der Akita Inu gehört, ebenso wie sein kleinerer Vertreter, der Shiba Inu, zu den japanischen Spitzen.

Mit den europäischen Spitzen sind diese Hunderasse nicht vergleichbar, denn in Japan wird viel Wert auf Traditionen gelegt. Sie passen ihre Hunderassen züchterisch nicht auf die gleiche Weise an, wie es beispielsweise in Deutschland geschieht. 

Akita Inu Interessierte sollten nicht davon ausgehen, dass sie einen Hund wie Hachiko bekommen, eher das Gegenteil ist der Fall.

Hinter dem knuffigen Aussehen eines Akita Inus verbirgt sich kein Kuscheltier.

Der Akita ist ein spezieller Hund, der seinem Besitzer einiges an Fingerspitzengefühl bei der Erziehung und Beschäftigung abverlangt.

Er betrachtet das Leben ausschließlich aus Hundeaugen, was für Menschen wichtig ist, ignoriert er geflissentlich.

Als Jagdhund verfolgten, stellten und töteten sie Bären und Antilopen, bevorzugt ohne menschliche Führung.

Akita Inu

Akita Inu

Hunderassen, die ohne menschliche Führung arbeiten, benötigen genaugenommen keinen Menschen an ihrer Seite, um sicher durchs Leben zu kommen.

Genau das spiegelt der Akita Inu bis heute in einem für uns typischen Familienleben wider.

Die großen, kraftvollen und robusten Hunde gehören zu den ruhigen Vertretern ihrer Art. Sie sind intelligent und sie wissen, dass sie alles, was ein Hund können muss, besser können als ihr Mensch.

Im Haus wirken sie häufig teilnahmslos bis gelangweilt. Aktiv werden sie, sobald sich ein Fremder in ihrem Territorium aufhält. Sie kontrollieren alles und jeden, der sich in ihrem Revier bewegt, sofern der Mensch nicht von Beginn an durchsetzte, dass es nicht ihre Aufgabe ist. Doch selbst wenn der Mensch einen adäquaten Führungsstil praktiziert, ordnet sich ein Akita Inu niemals unter. Bestenfalls kann der Mensch auf eine loyale Partnerschaft hoffen.

Für Hundesportarten eignet sich der Akita Inu keinesfalls, denn dieser Hund ist ein Minimalist.

Akita Inu Rüde

Akita Inu Rüde

Ein Akita Inu will und sollte ernstgenommen werden.

Er hat ein nahezu überhebliches Selbstbewusstsein, was er in seiner ganzen Körperhaltung zeigt.
Aufgrund seiner Anatomie, der auf dem Rücken liegenden Rute, den aufgestellten spitzen Ohren und dem annähernd Mimik freiem Gesicht, ist er für andere Hunderassen und Menschen schwer zu lesen, was häufig zu ungewollten Auseinandersetzungen führt.

Um so wichtiger ist eine intensive Sozialisierung mit verschiedenen Hunderassen.

Als Akita Inu Besitzer sollten Sie genauestens auf perfekt moderierte Welpenspielstunden achten.

„Das regeln die unter sich“ ist bei einem Akita Inu Welpen fatal, denn dieser Hund wird später tatsächlich alles selbstständig regeln und wartet dafür nicht auf eine Erlaubnis seines Menschen.
Lernen Sie die Körpersprache ihres Hundes, um z.B. Warn- oder Drohsignale zu erkennen. Akita Inus „sprechen“ anders als die meisten Hunderasse. Sie wedeln kaum mit der Rute, legen die Stirn in Falten oder ziehen den Nasenrücken kraus. Sie warnen eher über ihre Körperbewegungen und Positionierung.

Einen Akita Inu mit Futter zu locken entpuppt sich häufig als untauglich.

Für ein Leckerchen bewegt der Akita maximal seinen Kauapparat. Selbst bei einer artgerechten Hundeerziehung, in der sich der Hund sein Futter erarbeiten muss, gerät der Mensch dennoch oft an die Grenzen des Gewünschtem. Allein für Futter arbeitet er noch lange nicht mit, denn er könnte für selbst sich sorgen.

Der Akita Inu ist kein Hund für jedermann.

Interessierten Menschen lege ich wärmstens ans Herz, sich genau zu überlegen, welches Leben sie sich mit ihrem Hund vorstellen. Wer sich der romantischen Vorstellung von Hachiko hingibt, wird vermutlich enttäuscht.

Die ausgeprägte Territorialität des Akita macht den Hund „Standort treu“. Er will keine langen Wanderungen oder Spaziergänge, dennoch ist er kein Hund für bequeme Menschen.

Sein minimalistisches Verhalten bezieht sich sowohl auf unsinnige Aktivitäten als auch aufs Futter. Er ist nur bedingt bestechlich.

Er erwartet von seinem Menschen eindeutiges Rudelführerverhalten. Kann sein Mensch das nicht jederzeit geben, führt der Akita Inu die Sozialgemeinschaft an. Sitzt er erstmal auf dem Thron, gibt es keine Umkehr mehr – ein Akita Inu ist keineswegs unterordnungsbereit.

Der Akita Inu wurde von jeher durch Kooperation gehandhabt. Seine Loyalität zeigt er bei der Jagd für seinen Menschen, dem Bewachen und Beschützen von Haus, Hof und Familie und dem Management seiner Sozialgemeinschaft. Was hier zunächst nett klingt, verspricht zugleich einen überaus anspruchsvollen Hund, der sich ungern erziehen lässt.

Als Akita Inu Besitzer sollten Sie jedes Vorhaben: Spaziergänge, sportliche Aktivitäten, Hundetraining, etc. mit einer 100%igen hündischen Sinnhaftigkeit versehen. Je überzeugter Sie selbst davon sind, umso wahrscheinlicher können Sie ihren Akita überzeugen.

Dennoch oder grade deshalb ist der Akita Inu ein imponierender toller Hund. Schafft der Mensch es, diesen Hund souverän zu führen, ist ein stolzer Schulterklopfer durchaus legitim. 

Zurück zu Beliebte Hunderassen

Rat und Tat

  • Border Collie

    Border Collie

    Wer mit seinem Border Collie Welpen die Hundeschule besucht, wird schnell der Klassenprimus. Doch Ob…

    mehr

  • Hund im Auto

    Hund im Auto

    Den Hund im Auto mitzunehmen und ihr dort zu lassen, wenn es in den Biergarten oder zum Einkaufen ge…

    mehr

  • Die Regenbogenbrücke wartet

    Die Regenbogenbrücke wartet

    An den Tod des eigenen Hundes zu denken, schieben viele Halter von sich weg.

    Allein die Vorstellung,…

    mehr

  • Ethik der Hundehaltung

    Ethik der Hundehaltung

    Hunde sind dem Menschen näher als jedes andere Haustier, was Sätze wie Hunde sind die besseren Mensc…

    mehr

  • Hund im Schnee

    Hund im Schnee

    Mit dem Hund, bei strahlend blauem Himmel und Sonne, durch tiefen Schnee zu toben, ist eine der schö…

    mehr

  • Pudel

    Pudel

    Sie präsentieren sich von groß bis winzig – die Pudelrassen. Egal welche Wuchshöhe sie erreichen, di…

    mehr

  • Im Einklang mit der Natur

    Im Einklang mit der Natur

    Mit Respekt und Achtsamkeit

    Das Frühjahr öffnet die Türen der Kinderstuben der Natur. Für einen kurz…

    mehr

  • Qualität bei Hundefutter

    Qualität bei Hundefutter

    Die Suche nach dem passenden Hundefutter von guter Qualität ist wie die Suche nach der Nadel im Heuh…

    mehr

Hundenachrichten

Besuchen Sie uns auf

  • facebook

    facebook
  • google+

    google+
  • twitter

    twitter
  • youtube

    youtube