Beagle

Beagle

Der Beagle gewinnt immer mehr Ansehen in der Bevölkerung. So richtig wohl fühlt sich ein Beagle aber häufig erst in einer Meute seinesgleichen.

Der vermutlich bekannteste Beagle aller Zeiten ist Snoopy, der Comic Hund von Charly Brown. Als »Roter Baron« auf seiner Hundehütte sitzend vermittelt er den Beagle Liebhabern die Fröhlichkeit dieser Rasse. Doch sollte der Mensch sich davon nicht täuschen lassen.

Zwar sind die meisten Beagles wirklich fröhliche Gesellen, doch das bedeutet nicht, dass sie sich automatisch zu unproblematischen Wegbegleitern entwickeln. Die Unterordnungsbereitschaft eines Beagles hält sich in Grenzen. Eine intensive Bindung und Beziehung zum Menschen hat Seltenheitswert.

Der Beagle ist ein Vollblutjäger, der lieber seiner Nase folgt, als seinem Menschen.

Die für die Arbeit in der Meute gezüchteten Hunde orientieren sich viel lieber an anderen Hunden. Ist kein Hund vorhanden, verlässt sich der Beagle ganz, oder fast ausschließlich auf seine Spürnase.

Um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, bedarf es schon etwas mehr als ein Futterbrocken. Des Beagles Interesse sind sämtliche Spuren und Gerüche in einem für den Menschen kaum vorstellbaren Radius um seine Nase herum. Ist der Mensch nicht in der Lage, dieses Interesse annähern zu befriedigen, gestaltet sich der Freilauf für den Beagle als nahezu aussichtslos.

Im Haus allerdings zeigen sich Beagle oftmals äußerst anhänglich ihren Menschen gegenüber.

Da sie als Meutehunde keine Aggressivität zeigen sollen, ist Nähe für sie auch kein Problem. Ihr sanftes Wesen macht sie zu einem angenehmen und beliebten Familienhund.

Die Grunderziehung der mittelhohen Hunderasse gestaltet sich vordergründig einfach. Als Welpe machen der Beagle fast jede Aktivität mit, besonders Such- und Schnüffelarbeiten. Und weil genau das mit dem Hund so viel Spaß macht, wird der Grundgehorsam und Disziplin vielfach etwas vernachlässigt.

Beagle Welpe

Beagle Welpe

Spätestens ab der Pubertät, häufig jedoch schon aber der Rudelordnungsphase, zeigt der kleine Beagle seinem Menschen dann, wie schnell er in freier Natur einer Spur folgen kann.

Der Freilauf eines Beagles ist also stark von der sozialen Orientierung an seinem Menschen abhängig.

In der ursprünglichen Zuchtvorgabe als Meutehund sollte sich der Beagle auch gar nicht an einem Menschen orientieren, sondern Feldhasen, Wildkaninchen oder auch mal einen Fuchs bei der Treibjagd aufspüren, möglichst selbstständig. Diese Selbstständigkeit hat sich die Rasse bis heute bewahrt, was die Erziehung eben nicht zu einem Kinderspiel macht.

Schafft der Mensch es, die Talente seines Beagles zu fordern, eine Förderung ist kaum notwendig, wird er nach einiger Zeit feststellen, wie zugetan ihm sein Beagle ist.

Den Beagle gibt es in zwei- und dreifarbig weiß-braun, wobei alle Brauntöne bis auf Leberbraun erlaubt sind. Sein glattes Kurzhaar ohne Unterwolle ist pflegeleicht. Eine Rassedisposition ist nicht bekannt.

Leider wird der Beagle aufgrund seines friedvollen Wesens häufig als Versuchshund benutzt. Lesen sie mehr dazu unter Versuchstier Laborbeagle.

 

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