Jack Russell Terrier

Jack Russell Terrier

Klein, quirlig und absolut entzückend präsentiert sich diese niedrige Hunderasse. Als Welpe füllen sie grade einmal die Handfläche.

Ein Jack Russell Terrier hält ab Einzug die gesamte Familie auf Trab. Die kleine Hunderasse lässt sich ständig etwas einfallen, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Kaum sieht der Mensch weg, stellen sie etwas an, wobei hin und wieder vom Menschen geliebte Dinge dem Tod zum Opfer fallen.
Es spricht also alles dafür, einem Jack Russell Welpen sein eigenes Zimmer in Form einer Bench (Zimmerkennel) einzurichten.

Hinweis: Eine Bench ist zu keinem Zeitpunkt dafür gedacht, seinen Hund wegzusperren. 

Der Jack Russell Terrier ist ein Powerpack, dem niemals langweilig ist. Gibt der Mensch ihm keine Aufgabe, gibt der Hund seinem Menschen eine – z.B. Aufräumen. 

Als niederläufiger Solitärjäger ist der Jack Russell auf Mäuse und andere unterirdisch lebende Beute spezialisiert. Er nimmt feinste Schwingungen und Geräusche wahr, denen er – gerne auch unaufgefordert – folgt. Ich kenne einige Jack Russell Terrier aber nur wenige, die bei einem Spaziergang leinenfrei folgen. Die kleinen Vollblutjäger folgen ihrem Jagdinstinkt und geraten dabei schnell außer Sicht. Rückruf zwecklos. Spätestens, wenn sie dabei sind, einen Fuchs oder Dachsbau auszuräumen oder einer Wildspur zu folgen, wird der Mensch seinen Hund hören. Die meisten Jack Russell Terrier sind spurlaut und signalisieren mit einem hochtonigen jiff, jiff, jiff, wo sie sich befinden, bzw. was sie grade tun.

Solitärjäger wie der Jack Russell sind deutlich selbstständiger als manch andere Hunderasse.

Umso wichtiger ist es, von Anfang an die Erziehung auf kooperatives Verhalten zu lenken. Diese Aufgabe stellt sich ab der Pubertät des Hundes als Herausforderung dar, denn ein Jack Russell kann alles alleine – glaubt er.

Mit genügend Phantasie wird es dem Menschen gelingen, seinen Hund von den Vorteilen der Kooperation zu überzeugen.

Jack Russell und Mensch in Kooperation

Jack Russell und Mensch in Kooperation

Überzeugen ist überhaupt das Schlagwort in der Hundeerziehung eines Jack Russells, denn er lässt sich zu nichts zwingen.

Clever wie sie sind, ignorieren sie unsinnige Befehle, weichen fix einer artgerechten taktilen Korrektur aus oder, klappt das nicht, ziehen sie die Nase kraus und zeigen Zähne. Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken, sondern beeindrucken Sie ihren Hund. Ein Jack Russell ist ein super Hund, der nichts weiter will als eine Hund gerechte Beschäftigung, am liebsten Jagen. Erfüllen Sie ihm diesen Wunsch, wird dieser Hund ihnen überall hin folgen.

Die Erziehung eines Jack Russells ist, wie bei allen kleinen Hunderassen, mit ca. 2 Jahren abgeschlossen. 

Das Zeitfenster ist kurz, fangen Sie sofort an, sobald ihr Hund im Haus ist. Besonderes Augenmerk sollten Sie auf die Rudelordnungsphase legen. Einem Jack Russell sollte seine Position in der Sozialgemeinschaft deutlich gemacht werden, denn in hoher Position entwickelt er sich schnell zu einem kleinen Tyrannen und lässt sich nur schwer vom Thron schupsen.

Ein Jack Russell ist kein leichtführiger Hund, denn der Knirps denkt groß.

Er möchte ernst genommen werden, insbesondere Rüden. Die dulden keine fremden Artgenossen in ihrem Revier und Haus, Hof und Frauchen werden bewacht und beschützt. Die Hündinnen sind deutlich sensitiver und lassen sich einfacher beeinflussen. Sie eignen sich bei passender Erziehung eher für Familien mit Kindern.

Hinweis: Trotz der geringen Größe dieser Hunderasse sollten Kinder und Hund nie unbeaufsichtigt sein.

Abschalten - Kontaktliegen

Abschalten - Kontaktliegen

Jack Russell Terrier sind lebhafte Hunde, die sich für vieles Begeistern, was mit Bewegung zutun hat.

Achten Sie deshalb darauf, dass ihr Hund früh lernt, seine Kraft aus der Ruhe zu schöpfen. Üben Sie das Abschalttraining, denn ein Jack Russell Terrier hat keinen Aus-Schalter. Aktives Nichtstun ist für diese Hunderasse derart anstrengend, dass sie danach oft in den Tiefschlaf fallen.

Ist ihr Jacky empfangsbereit, sind die Aktivitäten nahezu unbegrenzt.

Selbst bei Dogdance, Frisbee oder Treibball (bitte kleine Bälle verwenden!) machen einige Jack Russell begeistert mit. Tendieren Sie eher zu nicht-hündischen Aktivitäten, vermeiden Sie klassisches Ballspielen. Diese Hunderasse neigt ein wenig dazu, sich zu einem Balljunkie zu entwickeln, was Sie sicher nicht möchten.
Gönnen Sie ihrem Hund als Ausgleich artgerechte Jagdspiele wie Fährtenarbeit, Mantrailing, Futterbeutel suche und Kopfarbeit. Durch reine Bewegung wird ein Jack Russell nur begrenzt müde.

Der Jack Russell ist vor allem bei Pferdeleuten beliebt.

Vermutlich liegt es daran, dass während der Hund sich im Stall ausgiebig mit der Mäusejagd beschäftigt, sich die Menschen in aller Ruhe um ihr Pferd kümmern können.
Außerdem besitzen die Hunde Ausdauer, weshalb sie lange am Pferd mitlaufen und sollte der Hund müde werden, passt er prima auf des Reiters Schoß. Hoch zu Ross, eine Position, die ein Jacky genießt, gehts dann heim.

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