Pudel

Pudel

Sie präsentieren sich von groß bis winzig – die Pudelrassen. Egal welche Wuchshöhe sie erreichen, diesen wundervollen Hunden schenkt der Mensch viel zu wenig Beachtung.

Der Toy-Pudel ist mit max. 28 cm Wuchshöhe der Kleinste unter den pudelartigen Hunden. Gefolgt vom Zwergpudel (bis 35 cm) und Kleinpudel (bis 45 cm) misst der Großpudel bis zu 60 cm Schulterhöhe.

Wenn es schon nicht Wuchshöhe, Charakter oder Habitus ist, was sie gemeinsam haben, ist es das lockige pflegeaufwendige Fell. Schade, dass irgendwann ein Mensch darauf kam, dem Pudel eine derart unnatürliche Frisur zu verpassen, vermutlich hätte er sonst heute die Popularität eines Border Collies.

Pudel sind absolute „Gebraushunde“, mit ausgeprägtem sozialen Rudelinstinkt.

Alle Pudel sind gelehrig, intelligent, lassen sich nahezu problemlos erziehen, sind freundlich und anhänglich. Bis auf den Großpudel zeigen sie kaum unerwünschtes Jagdverhalten und, bis auf den Toy, sind alle Pudel überaus robuste, sportliche und temperamentvolle Hunde.
Leider, wenn Menschenhand mitmischt, kommt am Ende ein „aber“ heraus. Doch bleiben wir zunächst bei den Vorzügen. Pudel verlieren kein Fell! Der ausgeprägte soziale Rudelinstinkt vereinfacht die Hundeerziehung, obwohl der Pudel nicht zwingend zu den infantilen Hunderassen gehört.

Im Habitus-Vergleich zu den derzeit populären Hunderassen bringen Pudel mehr positive Merkmale mit, als man annimmt, immer ausgegangen von einer artgerechten Hundeerziehung.

Der Toy-Pudel ähnelt dem Chihuahua, ohne den „Größenwahn“, den Zuchtmängeln, aber merklich mit Submissivität.

Die Zwerg- und Kleinpudel sind ebenso gelehrig wie die Border Colli, ohne das dünne Nervenkostüm und die Geräuschempfindlichkeit. Es sind Alleskönner, mit denen der Mensch oder Familien mit Kindern ein harmonisches Leben haben. Die leichten Hunde rempeln nicht mal eben ein Kleinkind um und lassen sich gerne auch einmal Kinkerlitzchen / Kunststückchen beibringen.

Toy-Pudel Welpe

Toy-Pudel Welpe

Beachte: Grundsätzlich sollten Kleinkinder niemals mit einem Hund allein gelassen werden, gleichgültig welcher Rasse sie angehören!

Kinder sind kreative Köpfe, denen stets etwas einfällt, was sie ihrem Hund beibringen könnten. Die mittelgroßen Pudelarten zeigen durchaus Bereitschaft, sich auf diese „Kinderspielchen“ einzulassen. Bekommen sie zudem einen echten hündischen Ausgleich, z.B. Apportieren, Futtersuchspielen, Fährtenarbeit oder Ähnlichem, sind sie die perfekten Familienhunde.

Der Großpudel bildet die Ausnahme auf Grund seines Jagdinstinktes.

Er ist ein passionierter Jäger, gerne am Wasser (nicht umsonst trägt er ein lockiges Fell), bei Wind und Wetter und am liebsten mit seinem Menschen. Ergo: unter menschlicher Führung. Ob vor oder nach dem Schuss ist dem Großpudel vermutlich einerlei, seine Nase ist hervorragend zur Spurensuche geeignet, seine Sprungkraft und sein graziler, dennoch athletischer Körperbau bringen ihn durch jedes Dickicht. Er apportiert gerne, was auf Kooperationsbereitschaft hindeutet. Der Großpudel ist deutlich ernster zu nehmen als der Zwerg- oder Kleinpudel. Die Aufgabenstellung sollte hündischen Sinn ergeben, auf Kinkerlitzchen steht er nicht.

normaler Pudel mit Mensch

normaler Pudel mit Mensch

Pudelwohl fühlen sich die Hunde, wenn sie gemeinsam mit ihren Menschen leben und lernen dürfen.

Der Pudel gehört mit zu den ältesten Hunderassen.

Ursprüngliche kraus gelockte Hunde die voranging bei der Wasserjagd zum Einsatz kamen, wurden erstmalig um 14 hundert in den Büchern erwähnt und auf Bildern dargestellt. Als ausgezeichnete Schwimmer mit einer Vorliebe zum Apportieren waren sie in Jägerhänden beliebt. Zudem arbeiteten sie als Hütehunde, womit sie sich zum Allrounder Gebrauchshund machten.

Aus den gelockten Hunden stammen z.B. die portugiesischen Wasserhunde, der italienische Lagotto Romaguole oder der französische Barbet. Das Wort „Pudel“ kommt aus dem Altdeutschen, was „im Wasser planschen“ bedeutet.

Abgesehen von den herausragenden Jagdeigenschaften und der Kooperationsbereitschaft des Pudels verschafften dem Hund seine Anhänglichkeit und sein liebevoller Charakter schon im 15. Jh. Zutritt in die herrschaftlichen Häuser Frankreichs. Hier kam die Menschenhand ins Spiel, denn als Begleiter adliger Damen brauchte der Pudel ein angemessenes Haarkleid. Die Körperhaltung eines Pudels ist majestätisch aufrecht, stolz und würdig, was vermutlich für das Scheren einer Krone sorgte. Wenn beim Menschen erst einmal etwas als Schick gilt, wird der Phantasie keine Grenze gesetzt. 

Ein Pudel sieht am schicksten mit einer pflegeleichten Kurzhaarschur aus. Die Frisur eines Pudels verändert nicht seine Wesensmerkmale.

 

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