Die Congohounds im Virunga National Park

Quelle: Frau Dr. Marlene Zähler, Congohounds

Die Congohounds im Virunga National Park

Die Zahl der bedrohten Tierarten steigt weltweit weiterhin an. Eine der häufigsten Ursachen liegt in der Wilderei, aus hemmungsloser Profitgier.

Aber auch der Raubbau des Landes, der die Lebensräume der Tiere zerstört, fordert seinen Tribut. Die Zahl der frei lebenden Nashörner, Elefanten, Raubkatzen und Gorillas, um nur einige zu nennen, schrumpft jährlich weiter.

Der Virunga National Park, im Osten der Demokratischen Republik Kongo, wurde 1979 Weltnaturerbe der UNESCO und einer der artenreichsten Parks von gesamt Afrika.

In den Virunga-Bergen sind die extrem gefährdeten Berggorillas beheimatet. Ihr Bestand reduzierte sich, laut WWF, auf einen Tiefpunkt von knapp 700 Tieren.

Als Direktor des Virunga National Parks sah sich Dr. Emmanuel de Mérode vor dem Problem, die Wilderer tatsächlich zu fassen zu bekommen. Denn häufig kommen die Ranger an den Ort des Verbrechens, wenn die Räuber bereits über alle Berge sind. Um die Wilderer zu ermitteln, baute er eine eigene Such-Hundestaffel auf, explizit zur Personensuche. Um die Idee erfolgreich umsetzen zu können, bat er Dr. Marlene Zähner um Hilfe. Seit 2011 leitet Frau Dr. Zähner, als anerkannte Expertin, seitdem das Projekt, für das zunächst sechs Bloodhound Welpen eingeflogen wurden.

"Die Ausbildung dauert in der Regel zwei Jahre bis Mensch und Hund ein gutes Team sind", sagt Dr. Marlene Zähner.

Die Ranger-Teams führen Bloodhounds und neuerdings auch Springer Spaniel. Während die Bloodhounds zur Aufsuche der Wilderer eingesetzt werden, spüren die Spaniel Elfenbein und andere Jagdtrophäen in Fahrzeugen oder Gebäuden auf. Wie viele Projekte stützt sich auch dieses auf Spendengelder. Die jährlichen Ausgaben belaufen sich auf rund 113 Tausend Euro pro Jahr, ungeachtet der Kosten für Gehälter, Tierarzt, Futter und Unterbringung.

Wer das Projekt unterstützen möchte, findet unter www.congohounds.ch alle Informationen und die Spenden Konten.

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