Rettet das Nashorn

Rettet das Nashorn

Der Wildschutz im Krüger Nationalpark in Südafrika erstreckt sich über ein Areal von ca. 20 Tausend Quadratkilometer. Die Fläche entspricht in etwa der von Rheinland-Pfalz.

Eine kaum überschaubares Gebiet, wenn es um den Tierschutz der Wildtiere gegen die Wilderei geht. Doch nicht nur die Weitläufigkeit des Nationalparks erschwert der Anti-Wilderer-Einheit die Arbeit. Ebenso Korruption und der Wunsch nach schnellem Geld sorgen immer wieder für das sinnlose Töten der Wildtiere. Das Nashorn wird seit Jahrzehnten aufgrund seines Horns Opfer von Wilderern. Nicht zuletzt wegen der Spitzenpreise, die in asiatischen Ländern bezahlt werden. Laut WWF wurden in 2012 allein in Südafrika 448 Tiere getötet, Tendenz steigend.

Als die Hundetrainerin Perdita Lübbe-Scheuermann und ihr Ehemann Ralf davon erfuhren, handelten sie sofort.

Sie organisierten in 2012 eine Spendenaktion, die weite Kreise zog. Diese wurde begeistert angenommen und es gingen zahlreiche Spenden ein. Daraufhin wurde gemeinsam mit der Tierschutzorganisation Tasso e.V. das Projekt »Rettet das Nashorn“ gegründet. Ein erstes Ziel war die Beschaffung eines ausgebildeten Spürhundes, als Unterstützung der Anti-Wilderer-Einheit, die von Craig Spencer geleitet wird.

Shaya, ein Malinois Rüde, flog im darauffolgenden Jahr nach Südafrika.

Seine Ausbildung, die aus Spendengeldern finanziert wurde, absolvierte er noch in Deutschland. Um den Herausforderungen gewachsen zu sein, lernte Shaya zunächst notwendige Kommandos in englischer Sprache. Zudem musste er dunkelhäutige Menschen, Schlangen, unterschiedliche Wildtiere und Weiteres kennen lernen. Shaya und Craig wurden schnell Freunde und wuchsen nach nur wenigen Wochen zu einem absoluten Dream-Team zusammen. Der Kampf gegen die Wilderei ist anstrengend und gefährlich. Shaya büßte durch einen schlimmen Unfall sein linkes Vorderbein ein. Nach langwieriger Behandlung und intensiven Reha kehrte er im November zu Craig zurück. Die Beiden sind echte Kämpfer, sie lassen sich nicht unterkriegen.

Die Anti-Wilderer-Einheit im Krüger-Nationalpark, Region Balule, muss unermüdlich, Tag und Nacht im Einsatz sein.

Zum Glück bekamen sie im März 2014 eine weitere Schutztruppe zu Seite gestellt, die Black Mambas. Die Truppe besteht aus zwanzig Frauen, die sich als überaus erfolgreich und zuverlässig bewiesen. Ihr Engagement ist herausragend, da sie deutlich verschwiegener sind, als die männlichen Kollegen. Denn zu all dem Übel der Wilderei stellte sich heraus, dass ausgerechnet Bedienstete des Krüger-Nationalparks Informationen über die Standorte der Nashörner an die Wilderer weitergeben.

Quelle: Perdita Lübbe-Scheuermann, Rettet das Nashorn

Quelle: Perdita Lübbe-Scheuermann, Rettet das Nashorn

Dank des Einsatzes von Perdita, Ralf und zahlreicher Helfer und Unterstützer finden sich zahlreiche Aktionen zu diesem Projekt, um Spendengelder zu sammeln.

Auf der Internetseite »Rettet das Nashorn« werden Patenschafte, Schmuck, Hunde Seminare, Hunde Decken, Leinen, Halsbänder, Trainings und vieles mehr angeboten.

Jeder Spender findet auf der Seite gewiss ein kleines »Dankeschön« als Gegenleistung.

Shaya, Craig und das Wildhüter-Team freuen sich über jeden Cent, denn ihre Arbeit ist kostenaufwendig. Einige Nashörner sind bereits mit Satellitenbändern ausgestattet, was ihre Ortung u.a. zur tierärztlichen Kontrolle, deutlich erleichtert. Doch die GPS-Fußbänder kosten zwischen 2500 und 3000 Euro, plus der Funklizenzen von 500 Euro jährlich, um nur einen Teil des Kapitalaufwands zu erwähnen.

Auf der Seite www.rettet-das-Nashorn.de finden interessierte Menschen ausführliche Informationen rund um alle Aktionen, das Projekt, was bisher geschah und natürlich den Weg zu dem Spendenkonto.

Update: Laut der WWF wurden Im Jahr 2015 weniger Nashörner gewildert, als in den Jahren zuvor. Ein erster erkennbarer Erfolg, auch wenn die Zahlen immer noch zu hoch sind.

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