Galgo-Friends e. V.

Galgo-Friends e. V.

In Spanien wird der Galgo Español nur in Ausnahmen als Familienhund gehalten. Er ist für die Menschen ein reiner Jagdhelfer, ohne Lobby.

Der Galgo Español ist ein feinfühliger, leichtfüßiger, zurückhaltender spanischer Windhund, der in seinem Heimatland vornehmlich gequält und / oder getötet wird. Der Tierschutzverein Galgo-Friends engagiert sich für diese Windhunde Rasse, deren aristokratischer Ausdruck bereits die Herzen vieler Deutscher eroberte.

Viele der Galgueros (mit Galgos jagende Person) züchten den Galgo unkontrolliert und halten die Hunde zusammengepfercht in Zwingern oder kleinen Verschlägen. Es wird früh mit dem „Training“ der Junghunde begonnen. Dabei werden sie an Motorrädern oder Autos angebunden und laufen hinter oder neben den Fahrzeugen her, und dass um ihr Leben. Denn wer zu langsam ist, strauchelt oder sich verletzt (in der Regel ziehen sich die Hunde Beinbrüche zu) wird aussortiert und entsorgt.

Hunde, die diese Tortur gesund überlebten, sind dennoch nicht sicher.

Im Anschluss beginnt das Aussortieren nach brauchbar oder nicht, wobei Hündinnen wertvoller sind, als Rüden. Die weiblichen Galgos werden zu Gebärmaschinen, wenn sie gerade einmal nicht als Jagdhund im Einsatz sind.

Alle Galgos haben einen ausgeprägten Jagdinstinkt.

Ist ein junger Hund seinem Jäger zu verspielt oder eigensinnig und machen ihn Schläge nicht zu einem funktionierenden Jagdhelfer, wird er entsorgt.

Im besten Fall wird ein Galgo ausgesetzt.

Im schrecklichsten Fall werden ihm, damit er nicht heimkehrt, das Rückgrat oder die Beine gebrochen oder aber er wird irgendwo aufgehängt.

Galgos aus dem Tierschutz

Galgos aus dem Tierschutz

Für das barbarische Gebaren gibt es keine Erklärung, für die unkontrollierte Zucht schon.

Mit den Galgos werden Jahr für Jahr lukrative Geschäfte gemacht. Jedes Jahr Ende Januar, wenn die Jagdsaison beendet ist, werden die Galgos mit den besten Jagderfolgen gewinnbringend verkauft. Dabei erzielt ein exzellenter Jagdhund seinem Halter bis zu 20.000 Euro Kaufpreis. Die Galgos, deren Jagdausbeute zu schlecht war oder die zu alt für die Jagd sind, werden Anfang Februar als „untauglich“ deklariert. Auf sie wartet die Tötungsstation oder ein grausamer Tod, durch Strangulation oder Ähnlichem.

Schätzungen zufolge erleiden zwischen 30000 und 50000 Galgos jährlich dieses Schicksal, obwohl engagierte Tierschützer vor Ort jedes Jahr aufs Neue versuchen, das Schlimmste zu verhindern.

Um hier effektiv Hilfe leisten zu können, gründeten Windhund begeisterte Menschen im Jahr 2009 den Tierschutzverein Galgo-Friends. Recherchen führten uns zu dem Tierheim Ciudad Animal, in Pedro Muñoz, einem kleinen Ort in der Region La Mancha/Spanien. Die Tierheimleiterin Frau Loli Cantero kümmert sich mit ihrem kleinen Team um ca. 200 Hunde von klein bis groß. Darunter auch Mischlinge und in der Regel zwischen 50 und 80 reinrassige Galgos.

Im Tierheim Ciudad Animal

Im Tierheim Ciudad Animal

Hier war dringender Handlungsbedarf geboten!

Beim ersten Besuch im TH Ciudad Animal Anfang 2010 wurde einigen Vereinsmitgliedern das Ausmaß der Not bewusst.

„Regenwasser lief durch das defekte Dach und an den unverputzten Wänden herunter. Die Hunde lagen auf nassen, aufgequollenen Europaletten. Es gab keinen Anschluss an die Kanalisation, Exkremente wurden in Eimern gesammelt und entsorgt“, berichteten sie.

Fünf Vereinsmitglieder schlossen sich kurzerhand zu einem Bau Team zusammen.

Seit 2011 fährt das Bau Team zweimalig im Jahr für eine Woche in das Tierheim Ciudad Animal, um Um- und Neubauarbeiten durchzuführen.

Sämtliche Materialkosten werden aus Spenden finanziert, Reisekosten und Verpflegung bezahlt das Bau Team aus eigener Tasche.

Neben den Bauarbeiten helfen die Galgo-Friends mit Geld- und Sachspenden und der Übernahme von Hunden. Die Galgos kommen zunächst auf Pflegestellen, bevor sie der Verein nach Deutschland oder in das benachbarte Ausland vermittelt.

Ende 2012 wurde das Projekt „200 für Ciudad Animal“ ins Leben gerufen.

Der Name steht für 200 Menschen, die wir motivieren möchten, eine Patenschaft (ab 5,- € monatlich) für einen der Hunde zu übernehmen. Die Patenschaftsgebühren sollen ein verlässliches Einkommen für Loli Cantero und ihr Team werden, um weiterhin die 200 Hunde liebevoll betreuen zu können.

Patenschaften für Galgos

Patenschaften für Galgos

Zu den wichtigsten Aktionen der Galgo-Friends zählt das Wiesentreffen.

Mit dieser regelmäßig stattfindenden Auslaufmöglichkeit (samstags von 14 – 17 Uhr) wird allen Windhund Fans und denen, die es noch werden wollen, die Gelegenheit geboten, sich über das Wesen der Windhunde und die Arbeit des Vereins zu informieren und auszutauschen. Auf dem ca. 6000 Quadratmeter großen und 2 Meter hoch eingezäunten Vereinsgelände können Windhunde, aber auch Hunde anderer Rassen toben, spielen und über die Wiese flitzen.

Windhunde Fans, die einmal daran teilnehmen möchten, können sich über Email wiesentreffen@galgo-friends.org mit uns in Verbindung setzen.

Regionale und überregionale Messen und Veranstaltungen bieten dem Verein die Gelegenheit, seine Tierschutzarbeit in der Öffentlichkeit vorzustellen.

Weiter Informationen zu Veranstaltungen, der Arbeit des Vereins, Ansprechpartner, Spendenkonten, Kontaktdaten und wie Sie persönlich helfen können, finden Sie auf der Homepage des Vereins www.galgo-friends.org.

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