Miese Geschäfte durch tierische Leistung

Miese Geschäfte durch tierische Leistung

Höher, schneller, weiter - um jeden Preis. Viele Hunde bezahlen den Erfolg für ihren Menschen mit ihrem Leben.

In 39 Bundesstaaten der USA sind professionelle Hunderennen bereits gesetzlich verboten. In sieben weiteren Staaten jedoch wird der Hund mit allen Mitteln zu Höchstleistungen gezwungen. Erbringt er sich nicht oder verletzt er sich bei einem Rennen, bezahlt er dafür mit seinem Leben. Das Greyhound-Rennen ist dort reines Business, bei dem horrende Wetteinsätze erzielt werden.

Laut einem Bericht der beiden Tierschutzorganisationen ASPCA und Grey2K USA, der sich über einen Zeitraum von 2008 bis 2014 erstreckt, waren über 80 Tausend Hunde für Rennen gemeldet. Von diesen Hunden starben in der Zeit Minimum 909 Tiere, während über elftausend verletzt die Rennbahn verließen.

Die Verletzungsgefahr ist enorm, vor allem für unerfahrene Hunde. Von Bein- und Schädelbrüchen, Pfotenverletzungen und zerbrochenen Wirbelsäulen bis zum Herzstillstand ist schon alles vorgekommen. Dabei scheinen die Stromschläge, die beim Berühren der Schiene, über die der Köder läuft, passieren, noch barmherzig, zumal die meisten Hunde mit Kokain gedopt werden.

Kein Wunder, dass die Hunderennen weltweit Gegner auf den Plan rufen. Auch in England und Spanien steht diese beliebte Freizeitbeschäftigung im Zentrum der Kritik. Denn nicht nur das Geld verdienen an sich ist moralisch fragwürdig, sondern auch die Haltung der Windhunde. Es gibt viele Hunde in dem Metier, die ihre Besitzer noch nie zu Gesicht bekamen. Sie werden in externen Trainingscamps betreut.

Auch die Schweizer lieben den Anblick eines Windhunds im Sprint. Doch bei ihnen gibt es weder Pokale, noch Preisgelder, noch Wetteinsätze.

Die Teilnehmer sind Amateure, die ihre Hunde als Familienmitglieder halten. Urs Hunziker, Präsident des SWRV (Schweizer Windhund-Rennverein) befürwortet das sehr. Denn: »… wir wollen in der Schweiz mit unserem Hobby dem Hund ermöglichen, seine Freude an der Bewegung auszuleben. Die Hunde leben in den Häusern, bei ihren Familien. Deshalb sind die Besitzer hier viel weniger bereit, mit ihren Hunden ein Risiko einzugehen.«

In der Schweiz wird jeder Teilnehmerhund vor seinem Start tierärztlich untersucht und nur kerngesunde Hunde erhalten eine Startgenehmigung. Und – seit Jahren kam es zu keiner positiven Dopingkontrollen. Natürlich können auch die Schweizer Verletzungen beim Rennen nicht gänzlich ausschließen. Doch im Durchschnitt kommt es zu ein bis zwei ernsthaften Verletzungen in vierzig Rennen.

Herr Hunziker weißt darauf hin, dass junge Hunde unerfahren sind. Durch optimales Training lernen sie, ihr Körpergewicht im Sprint zu balancieren und zu steuern, was ihnen auch bei einem Spaziergang im freien Gelände zugutekommt.

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