Lernen sich draußen zu lösen

Lernen sich draußen zu lösen

Welpen bemerken oftmals zu spät oder sie vergessen beim Spielen und Toben, dass sie Pippi machen müssen. Drückt die Blase dann, lassen sie den Urin dort laufen, wo sie sich aufhalten.

Gleiches gilt, wenn sie aus dem Schlaf aufwachen. Um kleine Pfützen in den vier Wänden vorzubeugen, sollte der Welpe in regelmäßigen Zeitabständen, auch in der Nacht, hinausgebracht werden.

Je nach Welpe und Wohnsituation liegen die Zeitintervalle zwischen einer und drei Stunden. Steht kein eigener Garten zur Verfügung und muss erst ein Plätzchen gesucht werden, könnten kürze Intervalle notwendig sein. Menschen mit einem festen, tiefen Schlaf sollten sich, ihrem Welpen zuliebe, einen Wecker stellen, um die Zeitintervalle einhalten zu können. Es wäre ja nur für die ersten Wochen, bis der Welpe beginnt, sich bemerkbar zu machen, wenn es drückt.

Bei Welpen, denen es schwer fällt, sich draussen zu lösen, kann ein Vorbildverhalten des Menschen helfen.

Dazu hockt er sich selbst hin, imitiert so das Urinieren, was den Welpen animieren kann, es ebenfalls zu tun. Frei nach dem Motto: »Wenn mein Mensch hier kann, traue ich mich auch.« Sobald der Welpe miktiert oder defäkiert, können diese Handlungen mit Wortsignalen belegt werden.

Durch häufiges Wiederholen dieser Worte, zeitgleich zur Handlung, beginnt der Hund künftig, sich auf Signal hin zu lösen.

Hundekot bitte einsammeln

Hundekot bitte einsammeln

Nimmt der Mensch den Kot direkt in einer Tüte auf und scharrt er mit den Füßen über die Pippistelle des Welpen, entsorgen bzw. überdeckt er die Geruchsstoffe. Dieses Verhalten signalisiert dem Welpen, dass sein Mensch für seine Sicherheit sorgt. Es ähnelt der Vorgehensweise der Hundemutter.

Sollte einmal ein Pfützchen oder Häufchen in die Wohnung gehen, ist Schimpfen oder die Welpennase hineintunken gänzlich fehl am Platze.

Er hat es nicht mit Absicht getan. Er konnte es nur nicht mehr einhalten. Reagiert der Mensch zornig, kann es eine Fehlkonditionierung ergeben. Vorteilhafter für die zukünftige Mensch-Hund-Beziehung ist, die Hinterlassenschaft kommentarlos zu entsorgen und genauer auf die Zeitintervalle zu achten.

Hinweis

Der Hundekot sollte, aus Rücksichtnahme gegenüber der Gesellschaft, grundsätzlich aufgenommen werden. Wie lange über die Urinstelle drüber gescharrt werden kann oder sollte, ist vom Charaktertyp des Hundes abhängig.

Welpen einer tendenziell territorialen Rasse lösen sich viel eher gewollt an einer auserwählten Stelle. Ein Darüberscharren vermittelt ihnen, dass dieses Gelände bereits dem Menschen gehört.
Bei Rassen, die diesen Anspruch nicht stellen und sich zügig und nahezu überall lösen, braucht der Geruch nicht überdeckt zu werden. Bei ängstlichen und unsicheren Hunden kann es etwas länger dauern, bis der Mensch den Geruch nicht mehr überdecken braucht.

Achtet der Mensch auf das Verhalten seines Hundes, wird er schnell erkennen, wann er sich wie verhalten sollte.

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