Sicherheit

Sicherheit

Ein Hund gilt bis ca. dem achten Lebensmonat als Welpe, kommt aber um die achte Lebenswoche zu einem neuen Besitzer. Damit verlässt der Welpe den Schutz der Mutter.

Knüpft der Welpenbesitzer an das Verhalten der Mutterhündin an, ist er von Beginn an auf dem besten Wege, Vertrauen aufzubauen. Die Handlungen der Menschen werden von Welpen auf das genaueste beobachtet. Der Mutterhündin nachgeahmtes Verhalten erkennen Welpen gleichermaßen an. Inwieweit ein Welpe auf Schutz und Sicherheit des Menschen bedacht ist, steht in Zusammenhang mit seinem Charaktertyp. Bei vorwitzigen, frechen und mutigen Welpen ist, aus Sicht des Welpen, all das nicht notwendig. Jedoch beugen einige der nachfolgenden Handlung eine vorzeitige Verselbstständigung des Welpen vor.

Sicherheit und Schutz ist Bestandteil einer angemessenen Erziehung, wodurch dem Welpen der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zu seinem Menschen ermöglicht wird.

  • Erziehung (Welpenerziehung) findet zu Hause statt. Der Besuch einer Welpenschule sollte nicht gleich in der ersten Woche erfolgen.
  • Die Welpenschule wird frühestens mit der 12. Lebenswoche begonnen.
  • Eine Sozialisierung des Welpen wird durch den Besitzer generiert und nicht durch einen anderen Hund.
  • Der Welpe erhält eine Lösestelle in sicherer Umgebung. Kot wird direkt eingesammelt, über Urin gescharrt oder mit Wasser weggespült. (siehe Stubenreinheit)
  • Der Welpe wird nicht aus der Hand gefüttert und sein Futter steht ihm nicht zur freien Verfügung. Das beugt u.a. einer Fehlkonditionierung vor. Des Weiteren generiert es Vertrauen, wenn der Mensch in der Lage ist, die Lebensressource Nahrung zu verwalten und zuzuteilen. (siehe Fressverhalten)
  • Verlassen Mensch und Welpe das Haus, geht der Mensch zuerst aus der Tür, der Welpe folgt nach Aufforderung.
  • Betreten Mensch und Welpe das Haus, geht der Hund zuerst hinein, der Mensch folgt ihm, um ihm den Rücken zu sichern.
  • Bei schmalen Durchgängen, Wegkreuzungen und in unbekannte Gebäude geht der Mensch immer vorweg, um dem Hund des Weg zu sichern.
  • Eine Kontaktaufnahme zu fremden Hunden und Menschen beginnt der Welpenbesitzer. Er klärt dadurch die Risiken ab. Erst nach Aufforderung darf der Welpe Kontakt aufnehmen.
  • Der Mensch steht immer zwischen seinem Welpen und einer etwaigen Bedrohung.
    -> bei Hunde Begegnungen befindet sich der Mensch zwischen dem fremden Hund und seinem Welpen
    -> in der Gastronomie, beim Abschalttraining oder anderen öffentlichen Plätzen befindet sich der Welpe auf einem zugewiesenen Platz hinter, zwischen oder neben seinen Menschen. Sofern die Größe des Welpen es zulässt, darf er auf dem Schoß seines Menschen ruhen.
  • Welpen halten sich niemals ohne Aufsicht im Garten auf. Es wäre zu viel Verantwortung für einen Welpen, woraus sich ein Kläffer am Gartenzaun entwickeln kann. (siehe Bellen am Gartenzaun)
  • Verlassen Mensch und Welpe den eignen Garten (siehe Umfeld), darf der Hund zum Zielpunkt getragen werden, sofern es Größe und Gewicht zulassen. Dadurch kann sich der Welpe in Ruhe umschauen und seine Umgebung wahrnehmen. Er bekommt zunächst nicht die Möglichkeit auf Gerüche oder Gegenstände am Boden zu reagieren. Des Weiteren beugt es einer Fehlkonditionierung an der Leine vor, dem Leineziehen.
  • Mensch und Welpe betreten nur fremde Umfelder, in denen sich wenige, bis keine unbekannten Hunde aufhalten. Die nahegelegene öffentliche Hundetoilette oder Spielwiese ist gänzlich ungeeignet für einen Welpen. (siehe Welpenschutz)
  • Welpen müssen sich nicht von jedem fremden Menschen streicheln lassen. Bei Menschenskeptikern kann, beim erwachsenen Hund, das Anfassen zu einem unfreundlichen Verhalten gegenüber Fremden führen.

Hinweis:

Das Vorweg gehen des Menschen zeigt dem Welpen, dass sein Mensch Wege und Kreuzungen für ihn sichert. Der Welpenbesitzer zeigt damit Vorbildverhalten, ebenso, wie es eine Hundemutter tun würde. Gleiches gilt für das Vormachen in Übungen und anderen gewünschten Verhaltensweisen.

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