Umfelder

Umfelder

Hunde leben in drei Umfeldern.

Das erste Umfeld ist für sie das sicherste.

Es ist die Wurfhöhle oder unser Zuhause. Dort haben nur Rudelmitglieder zutritt. Hier kann in Sicherheit geschlafen, gegessen, geschmust und gespielt werden. Im Zweifelsfalle kann hier auch in Ruhe und mit Sicherheit gepinkelt und gekotet werden. Was Welpen durchaus in den ersten Lebensmonaten nur in der Wurfhöhle tun. Für die Entsorgung sind die Eltern zuständig, die ihre Aufgabe ohne zu meckern übernehmen.

Das zweite Umfeld befindet sich um die Wurfhöhle oder unser Zuhause herum, vorausgesetzt wir haben ein eigenen Garten.

Noch unter Artgenossen lebend, dürfen die Welpen im zweiten Umfeld die ersten Schritte unter freiem Himmel gehen und die Welt entdecken. Die Erziehungsberechtigten beginnen die Kleinen auf ihr späteres Leben vorzubereiten; sie zeigen ihnen, wie sie sich außerhalb der Höhle zu verhalten haben und Gefahren erkennen können. In diesem Umfeld lernt der Welpe u.a. sich zu lösen.
Sollten Welpenbesitzer keinen eigenen Garten haben, kann als Alternative ein Terrain genutzt werden, das sehr wenig von anderen Hundebesitzern aufgesucht wird, z.B. eine abgelegene Obstbaumwiese. Dort kann mit dem Welpen in Ruhe geübt werden.

Das dritte Umfeld ist überall dort, wo sich auch andere Beutegreifer (Katze, Fuchs, Mensch, Hund und andere Fleischfresser) bewegen.

Dieser Bereich ist für den Welpen am gefährlichsten. Er ist zu klein, zu unerfahren und zu schwach, um sich verteidigen zu können. Für andere Fleischfresser gilt er aber als potentieller Nahrungskonkurrent oder Störenfried. Hundeeltern betreten diese Umgebung mit ihrem Nachwuchs erst ab dem sechsten bis achten Lebensmonat. Dabei sind sie stets mit der Kontrolle des Umfelds beschäftigt.

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