Die Hundemutationen der Wissenschaft

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Die Hundemutationen der Wissenschaft
29. Oktober 2015

Wissenschaftler kommen mitunter auf die abnormsten Ideen. So ist es einem chinesischen Genetiker gelungen, überbemuskelte Hunde zu kreieren.

An dem Institues of Biomedicine and Health, einem Labor für regenerative Biologie in Südchina, ist es Forschern gelungen, bei Hunden das Gen zu kappen, was das Muskelwachstum, nach Abschluss der Entwicklungsphase, stoppt.

Unter der Leitung von Lai und Gar Xiang kreierten die chinesischen Genetiker Hunde mit einem Übermaß an Muskelmasse.

Zu diesem Zweck behandelte das 29-köpfige Team 65 Beagle Embryonen mit den sogenannten Crispr/Cas-Verfahren. Dabei wird das Mstn-Gen, das den Bauplan für das Protein Myostatin enthält, im Erbgutträger gelöscht. Dadurch kann das Muskelgewebe ungebremst wachsen. Das Resultat sind überbemuskelte Hunde, ähnlich wie bei Rinderrasse Belgien Blue. Bei den Rindern handelt es sich allerdings um eine natürliche Mutation.

Von den 65 Beagles wurden 27 lebend geboren. Nur zwei Welpen, ein Rüde, eine Hündin, trugen das veränderte Gen, wobei nur bei der Hündin tatsächlich die Muskel-Wachstumsbremse außer Funktion war.

Was die Forscher hier erreichten, ist bei britischen Rennhunde Rassen wie dem Whippet bereits bekannt.

Die Wissenschaftler begründeten ihre Forschungsarbeit mit der Aussage, das vorerst nur gezeigt werden sollte, dass die Praxis grundsätzlich funktioniere. Sie solle am Ende der Entwicklung für Forschungszwecke von Krankheiten eingesetzt werden.

Es sei nicht geplant, Hundemutationen für Jagd-, Polizei- oder Militärhunde zu designen.

Die komplette Studie finden Sie bei Journal of Molecular Cell Biology (JMBC).

Wissenschaft und Forschung

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