Hundebesitzer als Ersatzeltern

Hundebesitzer als Ersatzeltern
18. Februar 2014

Wiener Forscher testen Hundeverhalten in An- und Abwesenheit der Besitzer. Die Ergebnisse sind eindeutig - Besitzer verleihen ihren Hunden viel Sicherheit.

In der modernen Verhaltensforschung von Menschen ist bereits seit langem bekannt, dass Kleinkinder die Anwesenheit der Eltern benötigen, um sich sicher zu fühlen und um ihre Umwelt erkunden zu können. Ähnlich verhält es sich mit der Mensch-Hund-Beziehung.

So wie Hunde für viele Menschen ein Kindersatz ist, scheint der Hund seine Menschen als Ersatzeltern zu empfinden.

Wiener Forscher stellten im Jahr 2013, im Rahmen einer Forschungsarbeit durch verschiedene Experimente fest, dass sich Hunde im Beisein ihrer Besitzer vergleichbar zu Kindern verhalten. In unterschiedlichen Versuchen wurden die 30 teilnehmenden Hunde vor Problemlösungsaufgaben gestellt. Waren die Besitzer anwesend, wirkte sich das positiv auf das Erkundungs- und Spielverhalten der Hunde aus. Keine Rolle spielte dabei die Interaktion von Besitzer zum Hund.

Bei Abwesenheit der Besitzer lies die Motivation schnell nach. Ebenso lies die Aktivität der Hunde nach, wenn eine fremde Person mit im Raum war.

Als Ergebnis stellten die Forscher fest, dass Hunde durch ihre Bezugsperson die gleiche Basissicherheit empfinden, wie es Kleinkinder tun. „Selbst erwachsene Hunde verhalten sich bei Anwesenheit der Bezugsperson aufgeschlossener und erkundungsfreudiger“, so die Veterinärmedizinerin Lisa Horn von der Universität Wien.

In weiteren Studien soll nun herausgefunden werden, wie sich dieses Verhalten entwickelt hat. Dazu sind weitere Forschungsprojekte von Hunden und Kindern im direkten Vergleich geplant.

Die Studie finden Sie im PLOS Journal.

Wissenschaft und Forschung

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