Stimmungsübertragung vom Menschen zum Hund

Stimmungsübertragung vom Menschen zum Hund
10. März 2017

Die Wissenschaftler Iris Schöberl und Kurt Kotrschal aus Österreich belegen, dass fröhliche Menschen entspannte Hunde haben.

Die Mehrheit der Hundebesitzer wissen längst, dass sich ihre Hunde anders verhalten, wenn sie selbst gestresst sind, belegt nun eine Studie zweier österreichischer Wissenschaftler.

An der Wiener Universität für Verhaltensbiologie untersuchen die Wissenschaftler Iris Schöberl und Kurt Kotrschal inwieweit sich die Stimmung eines Menschen auf seinen Hund überträgt. Das gilt sowohl für positiven als auch für negativen Stress.

»Vor allem der Blick des Hundehalters durch die rosarote Brille«, wie Iris Schöberl es ausdrückt, »lässt Hunde entspannter durchs Leben gehen.«

Das Stressmanagement eines Hundes steht im direkten Zusammenhang mit der Stimmung des Hundehalters.

Im Studienverlauf untersuchten die Wissenschaftler 132 Hunde und ihre Besitzer in unterschiedlichsten Situationen. Vor und nach den gestellten Situationen wie Spielen, einem Leistungstest und einer simulierten Bedrohung, entnahmen die Wissenschaftler Speichelproben beim Hundebesitzer und Hund.

In den Speichelproben bestimmten sie den Cortisolspiegel, der Rückschlüsse auf den Stresslevel gibt.

In der Auswertung zeigte sich, dass Frauen mit Rüden an der Leine durchweg gestresster waren, als Hundebesitzerinnen mit Hündinnen. Bei den Männern spielte das Geschlecht des Hundes eine weniger wichtige Rolle.

Interessanterweise bestätigt die Auswertung eine andere Studie, in der die Wissenschaftler feststellten, dass Rüden in Männerhänden sozialer sind, als in Frauenhänden.

Stress bei Menschenkontakt

Stress bei Menschenkontakt

Iris Schöberl weißt darauf hin, dass der Stresslevel eines Hundes immer im Zusammenhang mit seinem Schlaf-wach-Rhythmus steht.

Erwachsene Hunde brauchen durchschnittlich 18 Stunden Schlaf pro Tag. Die Nervosität eines Hundes ist häufig bedingt durch zu viele Aktionen. Weiter ergab die Studie, dass die Stimmungsübertragung in beide Richtungen verläuft.

Der Hundebesitzer überträgt seine Stimmungen auf seinen Hund ebenso wie umgekehrt. Jedoch kann nicht davon ausgegangen werden, dass bei jedem ängstlichen, nervösen oder aggressiven Hund der Hundehalter ebenso empfindet.

Fakt ist aber, dass lustige, ausgeglichene und freundliche Hunde fast immer von einem fröhlichen Menschen begleitet werden.

 

Wissenschaft und Forschung

Das könnte sie auch interessieren.

Rat und Tat

  • Hundegesundheit

    Hundegesundheit

    Die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes stehen an erster Stelle, denn nur wenn es Ihrem Hund …

    mehr

  • Treibball

    Treibball

    Treibball ist eine Beschäftigung mit dem Ball, bei der der Hund seinem Hüteverhalten genüge tun darf…

    mehr

  • Artgerechte Hundeerziehung

    Artgerechte Hundeerziehung

    Bei dem Gedanken der Hundeerziehung denken Hundebesitzer häufig an sitz, platz, fuß.

    Die zahlreichen…

    mehr

  • Freunde fürs Leben

    Freunde fürs Leben

    Aus Wissenschaft und Forschung ist längst bekannt, dass ein Zusammenleben oder die bloße Gesellschaf…

    mehr

  • Schmecken

    Schmecken

    Während die Hunde über einen extrem spezialisierten Geruchssinn verfügen, ist ihr Geschmackssinn nur…

    mehr

  • Beagle

    Beagle

    Der Beagle gewinnt immer mehr Ansehen in der Bevölkerung. So richtig wohl fühlt sich ein Beagle aber…

    mehr

  • Modehunde und Designerhunde

    Modehunde und Designerhunde

    Als Modehunde bezeichnet man die Rassenhunde, die aktuell am beliebtesten bei den Menschen sind. Bei…

    mehr

  • Lingua Canini

    Hunde-Erziehungsberatung

    Individuelle Beratung rund um den Hund durch Erziehung, Training, Kurse, Einzel- und Gruppenstunden, Workshops, Seminare, Themenabende.

    www.linguacanina.com

Besuchen Sie uns auf

  • facebook

    facebook
  • google+

    google+
  • twitter

    twitter
  • youtube

    youtube