Untersuchungsbasis zur Innenohrtaubheit

Untersuchungsbasis zur Innenohrtaubheit
08. Januar 2014

Wissenschaftler der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) untersuchten Genome der Innenohrtaubheit. Ihre Ergebnisse liefern die Basis für intensivere Forschung.

Über 170 Tausend Genkombinationen untersuchten Prof. Dr. Ottmar Distl und Susanne Kluth. Die Wissenschaftler der TiHo forschen im Auftrag des Instituts für Tierzucht und Vererbungsforschung. Ihr Interesse gilt den komplexen Genvarianten, die bei über 90 Hunderassen dafür sorgen könnten, mit einer Innenohrtaubheit geboren zu werden.

Der Dalmatiner ist eher davon betroffenen, als andere Rassen. Ebenso der Australien Cattle Dog, Boston Terrier, Cocker Spaniel, Englisch Setter, nebst der beliebten Hütehund Rassen wie Border Collie und Australien Shepard, sind gefährdet.

Ein Grund für die Innenohrtaubheit ist der Merle Faktor, eine Genkombination, die ein weißfleckiges Fell begünstigt.

Er stört die Zusammenfügung der Farbpigmente (Melanine). „Hunde mit zwei oder mehr Genvarianten für Innenohrtaubheit sind zu über 90 Prozent von Innenohrtaubheit betroffen“, sagen die Forscher. Entwicklungsstörungen der Tektorialmembran und des Cortischen Organs begründen ebenfalls eine Taubheit.

Die Ergebnisse der Forschungsarbeit bilden die Basis für vergleichende Untersuchungen

„Nur die Kenntnis der genetischen Krankheitsursachen hilft Hunde- und Katzenzüchtern, dieses erbliche Leiden effektiv zu bekämpfen und ihre Zucht entsprechend zu gestalten. Unsere Forschung ist damit ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz“, sagt Distl.

Die Originalstudie finden Sie bei PLOS ONE.

Wissenschaft und Forschung

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